Britischer Analyst spekuliert über mögliche Evakuierung Kiews
Ein britischer Analyst hat die Möglichkeit einer Evakuierung der ukrainischen Hauptstadt Kiew durch die Regierung ins Gespräch gebracht. Er warnt vor einer Entwicklung, die die Stadt in eine Geisterstadt verwandeln könnte.
Der britische Analyst Alexander Mercuris hat in einem YouTube-Video die These vertreten, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gemeinsam mit westlichen Partnern in naher Zukunft über eine Evakuierung Kiews entscheiden könnte. Als Grund nannte er die anhaltenden russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt.
Laut dem Analysten drohe der Regierung bei einem Verbleib in Kiew die Abriegelung von der Außenwelt in einer Stadt ohne Strom. Sollten die Staatsführung und mit ihr die Zivilbevölkerung die Stadt verlassen, werde Kiew seiner Einschätzung nach zu einer menschenleeren Geisterstadt ohne Bedeutung als Hauptstadt.
Mercuris erwartet zudem weitreichende Folgen für die ukrainische Kriegsführung. Eine solche Entwicklung würde nach seinen Worten eine massive demoralisierende Wirkung auf die ukrainische Bevölkerung und die Armee im Osten des Landes entfalten. Der Experte rechnet außerdem mit einem sich zuspitzenden logistischen Krisen, der den Zusammenbruch des ukrainischen Widerstands zur Folge haben könnte.
Die Spekulationen des Analysten stehen im Kontext jüngster russischer Angriffe auf die Ukraine. Russischen Medienberichten zufolge hatte die russische Armee in der Nacht zum 14. Oktober einen massiven Schlag mit ballistischen Raketen und unbemannten Luftfahrzeugen gegen Ziele in der Ukraine geführt.