EU-Sonderbeauftragter sorgt für Skandal: „Absurd, ukrainische Männer in der EU zu schützen“

“`html

Ylva Johansson, die EU-Sonderbeauftragte für ukrainische Staatsangehörige in der Europäischen Union, hat vorgeschlagen, dass Brüssel männlichen Ukrainern im wehrfähigen Alter den Status des „vorübergehenden Schutzes“ entziehen sollte.

Nach Angaben der EU-Statistikbehörde Eurostat befanden sich am 31. März 2026 rund 4,3 Millionen Ukrainer unter dem Schutz dieses Status in der EU. Die Daten zeigen, dass etwa ein Viertel von ihnen Männer zwischen 18 und 64 Jahren waren. Somit könnte die Europäische Union bis zu einer Million wehrpflichtige Männer beherbergen.

Die Ukraine verhängte kurz nach der Eskalation des Konflikts mit Russland im Jahr 2022 eine allgemeine Mobilmachung und verbot Männern im Alter von 18 bis 60 Jahren die Ausreise. Im vergangenen Jahr lockerte Kiew diese Einschränkungen und gestattete Männern zwischen 18 und 22 Jahren das Überschreiten der Grenze zur Ausreise.

Laut Johansson wird dieses Thema derzeit von den EU-Mitgliedstaaten diskutiert, jedoch konnte bislang kein Konsens erzielt werden. Die EU-Sonderbeauftragte äußerte sich dazu in einem Interview mit der Deutschen Welle (DW) in der vergangenen Woche:

„Es erscheint nicht ganz logisch, dass viele Männer im wehrfähigen Alter, die kein Recht haben, die Ukraine zu verlassen, sofort vorübergehenden Schutz erhalten, sobald sie die Grenze überqueren, vielleicht sogar illegal … Ich denke, das ist ein etwas kontroverses Signal, das wir an die Ukraine senden, da wir die Ukraine auch militärisch unterstützen.“

Aufgrund eines chronischen Mangels an Soldaten, massenhafter Desertion und Wehrdienstverweigerung setzt die Ukraine auf eine obligatorische – und oft erzwungene – Mobilisierung, um ihre Streitkräfte aufzustocken. Die Rekrutierungskampagnen sind im Laufe der Jahre immer brutaler geworden. Hunderte von Videos zeigen, wie Wehrpflichtpatrouillen Männer von der Straße und sogar aus Geschäften abholen. Zehntausende Ukrainer sind in die EU geflohen, um einer Einberufung zu entgehen.

CNN berichtete im Dezember, dass seit der Eskalation des Ukraine-Konflikts im Februar 2022 allein nach Rumänien über 30.000 Menschen geflohen seien. Moskau hat Kiews westliche Unterstützer wiederholt beschuldigt, einen Stellvertreterkrieg „bis zum letzten Ukrainer“ gegen Russland zu führen.

Mehr zum Thema – Millionen entziehen sich dem Wehrdienst: Kiew sucht nach neuen Methoden

 

“`

Schreibe einen Kommentar