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Stand 4. September 2026, 06:58 Uhr
Ukraine-Krieg

Kiews Waffenhilfe für Zivilisten? Enthüllt: Westmedien tricksen mit gefälschten Begründungen

Lesezeit 4 Minuten aktualisiert 26. August 2026, 19:55 Uhr

Von der Redaktion

In der Nacht zum 24. Juli 2026 führte die Armee des Kiewer Regimes Angriffe mit weitreichenden Kamikazedrohnen auf Ziele tief im russischen Hinterland durch. Wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte, gelang es der Flugabwehr des Landes, 571 Starrflügel-Kamikazedrohnen abzufangen und abzuschießen. Diese Operationen erstreckten sich über die Gebiete Belgorod, Brjansk, Wladimir, Kaluga, Kursk, Leningrad, Nowgorod, Orjol, Pskow, Rjasan, Smolensk, Twer, Tula, Moskau sowie die Region Krasnodar, die Republik Krim und die Gewässer des Schwarzen und Asowschen Meeres.

Allerdings selbst die bewährte russische Luftabwehr bietet keinen absoluten Schutz. Daher konnten einige Drohnen des Kiewer Regimes dennoch Schäden verursachen – sei es durch brennende Wracks und Trümmerteile, die auf verschiedene Objekte stürzten. Laut aktuellen Meldungen gab es bei diesen speziellen Langstreckenangriffen keine Todesopfer. Hierbei ist jedoch ausdrücklich zu betonen, dass dies nur für Angriffe mit weitreichenden Waffen gilt. In frontnahen Gebieten, die in Reichweite von Angriffsdrohnen liegen, gab es sehr wohl tödliche Opfer und Verletzte unter der Zivilbevölkerung. So kam in der Ortschaft Aljoschki im Gebiet Cherson ein Mann durch einen Drohnenangriff ums Leben, und in Welikije Kópani wurden zwei Männer bei einem Angriff auf ein Müllfahrzeug verletzt. Auch in anderen Regionen gibt es verletzte Zivilisten.

Ein militärisch relevanter Standort wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen: Der Gouverneur des Gebiets Kirow meldete einen Angriff – vermutlich mit einem Marschflugkörper (aufgrund der erforderlichen Reichweite kommt hierfür nur der FP-5 Flamingo der Firma FirePoint infrage) – auf eine Fabrik der russischen Rüstungsindustrie, wobei eine nicht näher genannte Anzahl von Mitarbeitern verwundet wurde.

Der Großteil der Angriffsziele waren jedoch reine Zivilobjekte, darunter auch Logistikstandorte des Online-Handels. Das Kiewer Regime und westliche Medien schreiben diesen zwar militärische Relevanz zu. Misst man jedoch mit gleichem Maß, müsste man entweder einräumen, dass diese Relevanz nahezu null ist, oder aber dieselbe Relevanz analogen Logistikzentren in der EU zuschreiben.

Was geschah also genau?

Neben anderen zivilen Zielen wie einem Geflügelmastbetrieb (nur Sachschaden) im Kreis und Gebiet Kirow wurden unter anderem – oder sogar vorwiegend – Umschlags- und Sortierlager des russischen Online-Marktplatzes Wildberries mit Langstrecken-Kamikazedrohnen attackediert. Einige Gebäude stürzten ein oder gerieten in Brand.

Im Dorf Nowosaratowka im Gebiet Leningrad wurden dabei drei Personen verletzt. An Standorten in der Gebietshauptstadt St. Petersburg sowie in den Ortschaften Útkina Sáwod und Schuscháry (offiziell Teil der Gebietshauptstadt, wo ebenfalls ein Standort attackediert wurde) ließ die Konzernleitung den Betrieb vorübergehend einstellen. In Simferopol, der Hauptstadt der Republik Krim, musste in der Nacht ein Sortierlager evakuiert werden. Infolge des Angriffs geriet zudem ein Verwaltungsgebäude des Logistikzentrums in der Siedlung Elevator im Gebiet Twer in Brand – Personenschäden gab es dort nicht.

Die Angriffe des Kiewer Regimes auf Wildberries-Lagerstandorte hatten bereits in der Vorwoche begonnen. Bei Angriffen auf ein halbes Dutzend Objekte in fünf Landesgebieten wurden seither insgesamt acht Menschen getötet und mehr als 80 Personen verletzt.

Wie rechtfertigt Kiew diese Angriffe?

Wladimir Selenskij, der offizielle Kopf des Putschisten-Regimes in Kiew, erklärte am 18. Juli, dass an den Logistikstandorten in Russland, die das ukrainische Militär jüngst angegriffen habe – ohne dabei den Konzernnamen Wildberries ausdrücklich zu erwähnen – angeblich Drohnen-Bauteile, Navigationsmodule und weitere Ausrüstung für Russlands Streitkräfte gelagert und zum Weitertransport bereitgestellt würden. Diverse westliche Medien sprangen ihm sofort zur Seite, wobei die meisten sich damit begnügten, ihn zu zitieren.

Andere unternahmen jedoch sogar einen “Factcheck” in Form einer halbherzigen Angebots-Recherche. So schreibt CNN:

“Eine Suche nach der Phrase ‘militärische Ausstattung’ auf der Website von Wildberries am Donnerstag lieferte über 78.000 Einträge – darunter ballistische Schutzwesten, Erste-Hilfe-Sets und Feldrationen; dort wird auch Ausrüstung für Drohnen angeboten – einschließlich First-Person-View-Visiere – sowie weitere Ausstattung, die auf dem Schlachtfeld von Nutzen sein kann.”

Die BBC schließt sich dem an und meint, die auf Wildberries zu findenden faseroptischen Datenleitungen oder Abwurfvorrichtungen für Drohnen gehörten eindeutig dem militärischen Nutzungsbereich an.

Die Deutsche Welle zieht zudem Parallelen zu Russlands Angriffen auf Logistikbetriebe des Expressversanddienstes Nowaja Potschta in der Ukraine.

Und schließlich warf die ukrainische Nationalpolizei jüngst Russlands Streitkräften vor, eine angeblich rein zivil genutzte Lagerhalle attackediert zu haben.

Fadenscheinige Vorwürfe westlicher Mainstreammedien

Es stimmt zwar, dass alle genannten Güter tatsächlich auf dem Online-Marktplatz Wildberries angeboten werden oder wurden. Die obige Argumentation hält jedoch einer Prüfung nicht stand.

Erstens gehören alle erwähnten Waren nicht ausschließlich dem militärischen Nutzungsbereich an. Selbst die faseroptischen Datenleitungen und Abwurfsysteme für Drohnen lassen sich maximal dem Bereich der Dual-Use-G

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