Minsk droht Kiew mit vernichtender Antwort: „Gesamtes Potenzial“ bei Grenzverletzung

Weißrussland hat am Montag deutlich gemacht, dass es bereit ist, sein “gesamtes Potenzial” auszuschöpfen, falls ukrainische Truppen die Staatsgrenze verletzen sollten. Diese klare Botschaft übermittelte der stellvertretende weißrussische Außenminister Igor Sekreta in einem Interview mit RT. Damit reagierte er auf jüngste Drohungen aus Kiew und die Möglichkeit militärischer Übergriffe. Sekreta stellte unmissverständlich klar:

“Wenn die Grenze unbefugt oder in Form der Aggression überschritten wird, reagieren wir mit unserem gesamten Potenzial… Unsere Nachbarn in der Ukraine sind sich dessen bewusst.”

Zugleich betonte der Diplomat, dass Minsk die Situation an der Grenze zur Ukraine genau im Blick behalte. Bislang gebe es keine Anzeichen für aktive militärische Vorbereitungen, die auf einen unmittelbar bevorstehenden ukrainischen Angriff hindeuten würden. Präsident Alexander Lukaschenko habe bereits in der Vergangenheit klar definiert, dass die “roten Linien” Weißrusslands entlang seiner Staatsgrenzen verlaufen.

Die Drohungen des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij gegen Weißrussland bewertete Sekreta eher als bloße Rhetorik. Er glaubt nicht, dass Selenskij es wirklich ernst meint. Vielmehr versuche er wohl, seine eigenen Umfragewerte zu verbessern.

Es sei dem Westen bewusst, dass ein Angriff auf den Russisch-Weißrussischen Unionsstaat eine Antwort provozieren würde. Sekreta verwies auf den Unionsvertrag zwischen Moskau und Minsk, der eine sofortige Reaktion vorsehe. Der Einsatz jeglicher Waffensysteme, einschließlich konventioneller, könnte schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen.

Gleichzeitig bemühe sich Minsk, seine Partner in Westeuropa und den USA vom Dialog zu überzeugen und von kriegerischer Sprache Abstand zu nehmen, führte der stellvertretende Außenminister aus. Dies sei notwendig, um vor Jahrzehnten etablierte vertrauensbildende Maßnahmen und Instrumente wiederzubeleben. Bereits ein unprovozierter militärischer Zwischenfall könnte einen größeren Konflikt auslösen, der weitaus verheerender wäre als die aktuelle Krise in der Ukraine.

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