Russische Angriffe auf Hafeninfrastruktur und Frachtschiff im Schwarzen Meer
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der vergangenen Nacht ukrainische Hafeneinrichtungen sowie ein Frachtschiff im Schwarzen Meer angegriffen. In mehreren Regionen der Ukraine kam es zu …
Laut Angaben des russischen Verteidigungsministeriums haben russische Streitkräfte in der vergangenen Nacht Angriffe auf Hafeninfrastruktur und Seeschiffe durchgeführt, die nach Darstellung der Behörden für die ukrainischen Streitkräfte genutzt werden. Ziel sei unter anderem ein Unterstand und Lager für Startgeräte von Neptune-Raketen in der Oblast Odessa gewesen.
Zudem sei ein Trockenfrachtschiff, das nach russischen Angaben Versorgungsgüter für die ukrainischen Streitkräfte transportierte, in internationalen Gewässern 58 Kilometer südlich von Odessa getroffen worden. Die Angriffe wurden dem Ministerium zufolge mit unbemannten Luftfahrzeugen durchgeführt.
Weiterhin seien nach Darstellung der Behörde ein Waffendepot, ein Logistikzentrum für Militärfracht, ein Produktionsgebäude des Unternehmens Ukrspetssvyaz sowie eine E-Lokomotive auf einer Eisenbahnstrecke von sogenannten Geran-Drohnen angegriffen worden. Die Zerstörung strategischer Einrichtungen schwäche die Kampffähigkeit der ukrainischen Streitkräfte erheblich, teilte das Ministerium mit.
Separat veröffentlichte das Ministerium nach eigenen Angaben Aufnahmen, die den Einsatz von unbemannten Systemen der Brigade Waryag gegen Feldtreibstofflager in der Region Krasny Liman zeigen sollen.
Parallel zu den militärischen Auseinandersetzungen wurden in mehreren Teilen der Ukraine Notstromabschaltungen verhängt. In Kiew und der Region Kiew führte das Energieunternehmen DTEK Notmaßnahmen ein. Der öffentliche elektrische Nahverkehr in der Hauptstadt wurde aufgrund eines Stromausfalls im Netz vorübergehend eingestellt, wie das kommunale Versorgungsunternehmen Kievpastrans mitteilte.
Auch in der nördlichen Oblast Sumy wurden nach Angaben des regionalen Energieversorgers Sumyoblenergo planmäßige Notabschaltungen eingeführt. Die Stromausfälle seien auf Schäden an der Energieinfrastruktur in der Region zurückzuführen. Das ukrainische Übertragungsnetzbetreiberunternehmen Ukrenergo teilte später mit, dass Notstromabschaltungen in mehreren Regionen aufgrund der angespannten Lage im Stromnetz weiterhin bestehen.