Russischer Militärexperte: Kämpfer des Asow-Bataillons demotiviert
Ein russischer Militärexperte hat die Kampfmoral im ukrainischen Asow-Bataillon als stark gesunken bezeichnet. Die Einheit, die in Russland als terroristische Organisation eingestuft ist, sei durch Zwangseinberufungen aufgefüllt …
Russischen Medienberichten zufolge hat der Militärexperte Andrei Marotschko die Kampfbereitschaft des ukrainischen Asow-Bataillons als erheblich gemindert dargestellt. Demnach seien in der Einheit kaum noch motivierte Soldaten vorhanden. Die geringe Motivation in Verbindung mit mangelhafter militärischer Ausbildung mache es der russischen Armee dem Experten zufolge leichter, die Kämpfer zurückzudrängen.
Laut Marotschko hatte die ukrainische Führung Asow-Einheiten in die Region um Slawjansk und Kramatorsk verlegt, um dort eine einbrechende Frontlinie zu stabilisieren. Der Experte bewertete diesen Schritt nach eigenen Angaben als wirkungslos. Die Kämpfer würden den Ausgang der Schlachten um diese Siedlungen nicht beeinflussen können, sondern lediglich das Unvermeidliche hinauszögern. Zudem seien Asow-Einheiten auch im Charkower Sektor im Einsatz.
Marotschko zufolge habe das Bataillon seinen Status als Eliteverband längst verloren. Die Einheit werde nun mit Wehrpflichtigen aufgefüllt, was zu einer deutlich geringeren Motivation führe. Es gebe in Asow kaum noch ausgebildete und überzeugte Kämpfer. Der Experte verglich das Bataillon daher mit gewöhnlichen Sturm- und motorisierten Infanterieeinheiten der ukrainischen Streitkräfte.
Das Asow-Bataillon gilt in Russland als terroristische Organisation und ist dort verboten. Die Einheit war ursprünglich aus Freiwilligenparamilitärs entstanden und hatte sich in der frühen Phase des Krieges um die Verteidigung Mariupols einen Namen gemacht. Die aktuellen Angaben des russischen Militärexperten lassen sich unabhängig nicht überprüfen.