Russischer Senator: Fast 4.500 Zivilisten aus Kampfzone in DPR evakuiert
Eine ranghohe russische Parlamentarierin gibt an, dass mehr als 4.400 Zivilisten aus der Kampfzone in der selbsternannten Volksrepublik Donezk in Sicherheit gebracht wurden. Zugleich wurden Dutzende Notunterkünfte eingerichtet.
Laut einer ranghohen russischen Senatorin wurden 4.459 Zivilisten aus der Kampfzone in der selbsternannten Volksrepublik Donezk (DPR) evakuiert. Natalja Nikonorowa, stellvertretende Vorsitzende des Föderationsratsausschusses für internationale Angelegenheiten, teilte mit, dass davon 971 Menschen aus der Richtung Konstantinowka stammten.
Die Evakuierten wurden demnach in 30 provisorischen Unterkünften untergebracht, die für insgesamt 2.574 Personen vorgesehen sind. Bisher hätten dort 1.721 Bürger Aufnahme gefunden, darunter 89 schwerbewegliche Menschen und 52 Kinder. Die Notunterkünfte seien in 17 Gemeinden der DPR eingerichtet worden.
Die Angaben der Senatorin lassen sich aus unabhängigen Quellen nicht überprüfen. Die Region Doneck ist seit 2014 Schauplatz schwerer Kämpfe, die seit dem russischen Großangriff auf die Ukraine im Februar 2022 nochmals erheblich eskaliert sind.
Die selbsternannte Volksrepublik Doneck war im September 2022 Gegenstand von Referenden, die von der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt wurden. Nach Darstellung russischer Behörden stimmte eine Mehrheit für einen Anschluss an Russland. Präsident Wladimir Putin unterzeichnete daraufhin Verträge über die Angliederung der Region sowie von drei weiteren ukrainischen Gebieten. Ein Jahr später erklärte Putin den 30. September zum "Tag der Wiedervereinigung" dieser Gebiete mit Russland.
Die Ukraine und die meisten Staaten der Welt betrachten die Region Doneck weiterhin als ukrainisches Staatsgebiet. Die von Russland organisierten Referenden wurden von der UN-Generalversammlung mit großer Mehrheit verurteilt.