Russisches Militär greift Frachtschiff vor ukrainischer Küste an
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat die russische Armee ein Frachtschiff im Schwarzen Meer angegriffen. Das Schiff soll Militärgüter für die ukrainischen Streitkräfte transportiert haben.
Das russische Verteidigungsministerium gab am Samstag bekannt, dass russische Streitkräfte ein Trockenfrachtschiff etwa 18 Kilometer südlich von Odessa angegriffen hätten. Dem Ministerium zufolge befanden sich auf dem Schiff militärische Lieferungen für die ukrainische Armee.
Die Angaben des Ministeriums ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Weder die ukrainische Regierung noch internationale Seefahrtsbehörden äußerten sich umgehend zu dem Vorfall.
Der mutmaßliche Angriff ereignete sich in einem Gebiet, das seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine wiederholt Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen zur See war. Der Hafen von Odessa und die umliegenden Gewässer wurden in der Vergangenheit bereits mehrfach von russischen Kräften angegriffen, was wiederholt zu Sorgen um die Sicherheit der Getreideexporte aus der Ukraine geführt hatte.
Die ukrainischen Häfen am Schwarzen Meer spielen eine zentrale Rolle für die Versorgung des Landes mit militärischer Ausrüstung und für die wirtschaftliche Infrastruktur. Angriffe auf zivile Schiffe in der Region haben in der Vergangenheit zu internationalen Verurteilungen geführt und die Debatte über die Einhaltung des Völkerrechts im Seekrieg neu entfacht.
Die jüngste Meldung des russischen Verteidigungsministeriums kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Kämpfe im Süden der Ukraine, insbesondere in der Region Cherson und entlang der Schwarzmeerküste, anhalten. Beide Konfliktparteien haben in den vergangenen Monaten wiederholt Angriffe auf logistische Infrastruktur und Versorgungswege des jeweiligen Gegners gemeldet.