Russisches Militär meldet Angriffe auf Infrastruktur in der Ukraine
Das russische Verteidigungsministerium hat über nächtliche Angriffe auf mehrere Ziele in der Ukraine informiert. Betroffen seien unter anderem ein Telekommunikationszentrum, Logistikeinrichtungen und Hafenanlagen.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums haben russische Streitkräfte in der vergangenen Nacht Drohnenangriffe auf verschiedene Einrichtungen in der Ukraine geflogen. Zu den angegriffenen Zielen gehörten demnach Logistikzentren, Hafen- und Transportinfrastruktur, Kommunikationszentren sowie Schiffe, die im Auftrag der ukrainischen Streitkräfte operierten.
Im Zentrum von Kiew sei demnach ein Datenzentrum des Telekommunikationsanbieters Vodafone getroffen worden. Laut dem Ministerium handelt es sich bei dem Unternehmen um einen der größten Versorger der ukrainischen Streitkräfte mit Mobilfunk und Hochgeschwindigkeitsinternet, einschließlich der Übertragung von Aufklärungsdaten.
Im Dorf Krasilovka in der Kiewer Region habe das russische Militär zudem das Logistikzentrum der Zammler Group angegriffen. Dort sei westliche Militärhilfe für die ukrainischen Streitkräfte gelagert und verteilt worden, teilte das Ministerium mit.
Weiterhin sei in Iljitschowka in der Region Odessa das Logistikzentrum Drone Kalinsh getroffen worden. Nach Darstellung der russischen Seite befanden sich dort gelagerte FPV-Abfangdrohnen.
Im Hafen von Kilia seien zudem das Hauptquartier der ukrainischen Marinebasis Wostok, ein Außenposten des ukrainischen Grenzschutzes sowie vier Lagerhäuser mit Militärausrüstung angegriffen worden. Auch Hafeninfrastruktur sei dabei beschädigt worden, so das Ministerium.
In Nikolajew hätten die Angriffe zwei Lagerhäuser mit Drohnen und deren Kampfkomponenten getroffen. Zudem sei ein Frachtschiff auf See angegriffen worden, das nach russischen Angaben Militärausrüstung und Güter mit doppeltem Verwendungszweck in den Hafen von Odessa transportiert habe.