Russisches Verteidigungsministerium meldet Eroberung zweier Ortschaften in Saporischschja
Nach Angaben der russischen Militärführung haben ihre Truppen im Süden der Ukraine zwei weitere Siedlungen unter ihre Kontrolle gebracht. Zugleich wurden erneut hohe ukrainische Verluste für das vergangene Tages gemeldet.
Laut Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in den vergangenen 24 Stunden die Ortschaften Tscherwony Jar und Julijewka in der Region Saporischschja erobert. Die Siedlung Tscherwony Jar sei durch Einheiten der Kampfgruppe Ost eingenommen worden, während die Kampfgruppe Dnepr für die Eroberung von Julijewka verantwortlich gewesen sei, hieß es in einer Erklärung der Behörde.
Das Ministerium gab zudem an, die ukrainischen Streitkräfte hätten an verschiedenen Abschnitten der Front insgesamt rund 1.185 Soldaten verloren. Die Angaben ließen sich unabhängig nicht überprüfen. Die Verluste seien auf mehrere Kampfgruppen verteilt, die an unterschiedlichen Frontabschnitten operieren.
Demnach seien im Verantwortungsbereich der Kampfgruppe Nord etwa 230 ukrainische Soldaten sowie ein Panzer ausgefallen. Die Kampfgruppe West habe nach eigenen Angaben über 210 Gegner sowie drei westlich hergestellte gepanzerte Fahrzeuge zerstört. Im Bereich der Kampfgruppe Süd seien rund 160 Soldaten und zwei ausländische gepanzerte Fahrzeuge vernichtet worden, darunter ein italienisches Puma-Fahrzeug und ein US-amerikanischer HMMWV.
Die Kampfgruppe Mitte meldete demzufolge mehr als 335 getötete ukrainische Soldaten sowie die Zerstörung eines US-amerikanischen Transportpanzers vom Typ M113 und von sechs weiteren gepanzerten Fahrzeugen. Die Kampfgruppe Ost gab an, etwa 220 ukrainische Soldaten und fünf gepanzerte Fahrzeuge ausgeschaltet zu haben. Die Kampfgruppe Dnepr meldete rund 30 getötete Soldaten und die Zerstörung einer elektronischen Kampfeinrichtung.
Außerdem teilte das russische Militär mit, seine Luftabwehr habe binnen eines Tages 954 Drohnen und zwei Raketen des US-amerikanischen Mehrfachraketenwerfers HIMARS abgefangen. Zudem seien Transport- und Energieinfrastruktur, Munitionslager sowie Produktionsstätten für Langstreckendrohnen an 142 Orten angegriffen worden. Seit Beginn der russischen Offensive hätten die Streitkräfte insgesamt 674 Kampfflugzeuge, 284 Hubschrauber und mehr als 266.000 Drohnen zerstört, behauptete das Ministerium.