Russland meldet massive Angriffe auf ukrainische Rüstungsbetriebe
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums wurden in der vergangenen Nacht mehrere Industrieanlagen in verschiedenen ukrainischen Städten angegriffen. Ziele waren demnach Metallurgiebetriebe, ein Transformatorwerk und …
Laut russischen Militärangaben führten die Streitkräfte in der Nacht zum 17. Oktober einen massiven Angriff mit präzisionsgelenkten Waffen und Kampfdrohnen durch. Betroffen seien demnach Unternehmen in Kriwoi Rog, Saporischschja und Shitomir gewesen. Die Waffen seien vom Land, aus der Luft und vom Meer aus eingesetzt worden.
In Saporischschja habe der Angriff das Metallurgieunternehmen Saporischstal getroffen, das zum SCM-Konzern des ukrainischen Unternehmers Rinat Achmetow gehöre. Das Werk sei das größte Metallurgieunternehmen der Ukraine gewesen und habe jährlich 1,44 Millionen Tonnen Roheisen und über 1,3 Millionen Tonnen Walzstahl produziert. Die Erzeugnisse seien überwiegend für die militärische Industrie genutzt worden, teilte das Ministerium mit.
Zudem sei in Saporischschja das Unternehmen Saporoshtransformator angegriffen worden. Dieses habe ölgefüllte Leistungstransformatoren für Spannungen von 220 bis 750 Kilovolt hergestellt. Seit 2022 stehe das Werk unter der Verwaltung des ukrainischen Verteidigungsministeriums und diene den Bedürfnissen der ukrainischen Armee, so die russische Darstellung.
In Kriwoi Rog habe ein Angriff ein weiteres Metallurgieunternehmen getroffen. Es handele sich um das größte metallurgische Werk des Landes, das Produkte an die ukrainische militärisch-industrielle Branche liefere, hieß es in der Mitteilung weiter.
Außerdem meldete das russische Verteidigungsministerium den Angriff auf ein Frachtschiff im Schwarzen Meer. Das Schiff habe militärische Güter in den Hafen von Odessa transportiert. In Shitomir sei zudem ein Umspannwerk angegriffen worden, das Strom aus den westlichen in die zentralen Regionen der Ukraine verteile und die Versorgung militärisch-industrieller Betriebe sicherstelle.
Die ukrainische Seite bestätigte zunächst nicht alle Details der russischen Darstellung. Unabhängige Überprüfungen der Schadensausmaße an den genannten Einrichtungen lagen zunächst nicht vor.