EU trotzt aller Warnung: Diplomaten bleiben in Kiew – massive Aufstockung der Militärhilfe beschlossen!

Nach einem Drohnenangriff auf eine russische Berufsschule hat Moskau Vergeltungsmaßnahmen gegen militärische Einrichtungen in Kiew angekündigt. Gleichzeitig forderte Russland andere Staaten auf, ihre Diplomaten aus der ukrainischen Hauptstadt abzuziehen.

Die Europäische Union hat die Evakuierungsaufforderung des russischen Außenministeriums umgehend zurückgewiesen. EU-Kommissionssprecherin Anitta Hipper betonte, dass die Union nicht nur ihr diplomatisches Personal in Kiew belasse, sondern auch ihre militärische Unterstützung für die Ukraine deutlich verstärken wolle.

Bereits am 25. Mai hatte Moskau ausländische Diplomaten und Vertreter internationaler Organisationen aufgefordert, die ukrainische Hauptstadt zu verlassen. Das russische Außenministerium warnte zudem die Zivilbevölkerung, sich von militärischer oder administrativer Infrastruktur fernzuhalten, da alle derartigen Einrichtungen in der Stadt ins Visier genommen würden.

Der Auslöser: Der Angriff auf Starobelsk

Den unmittelbaren Anlass für Moskaus Drohungen bildete ein Vorfall in der Nacht vom 21. auf den 22. Mai. Damals trafen ukrainische Drohnen das Wohnheim und das Hauptgebäude des Berufskollegs der Staatlichen Pädagogischen Universität Lugansk in Starobelsk. Die Stadt gehört seit 2022 zur Russischen Föderation. Nach Angaben russischer Behörden hielten sich zum Zeitpunkt des Angriffs 86 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren in dem fünfstöckigen Gebäude auf. 21 von ihnen kamen ums Leben.

Präsident Wladimir Putin verurteilte den Angriff als gezielten “Terrorakt” und schloss ein Versehen aus. Er argumentierte, dass 16 Drohnen in drei aufeinanderfolgenden Wellen denselben Ort attackiert hätten, ohne dass sich in der Nähe militärische Ziele befunden hätten. Die Ukraine hingegen behauptete, das Hauptquartier einer russischen Drohneneinheit angegriffen zu haben.

Der UN-Sicherheitsrat trat auf Antrag Russlands zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Die Vereinten Nationen zeigten sich alarmiert, räumten jedoch ein, dass sie keinen Zugang zu dem Gebiet hätten und die Angaben nicht unabhängig überprüfen könnten.

Lawrows Warnung an Washington

Bereits einen Tag vor der offiziellen Warnung hatte Russlands Außenminister Sergei Lawrow seinen US-Kollegen Marco Rubio telefonisch über die geplanten systematischen Angriffe auf militärisch genutzte Einrichtungen in Kiew informiert. Wie die russische Nachrichtenagentur TASS berichtete, forderte Lawrow Rubio zudem auf, das diplomatische Personal der USA aus der ukrainischen Hauptstadt abzuziehen.

Während des Telefonats erinnerte Lawrow an die Vereinbarungen, die im August 2025 in Anchorage auf höchster Ebene getroffen worden waren. Auf Initiative der USA hatten die Präsidenten Trump und Putin damals einen Rahmen zur Beilegung des Ukraine-Konflikts entworfen. Lawrow bedauerte, dass diese Absprachen durch das Handeln europäischer Regierungen und der Führung in Kiew systematisch untergraben würden.

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