Ukraine greift nach Pause erneut russische Ölraffinerien an
Russische Stellen melden einen neuen Drohnenangriff auf vier Verarbeitungsanlagen im eigenen Land. Die Angriffe auf die Energieinfrastruktur hatten demnach vorübergehend nachgelassen.
Nach einer vorübergehenden Unterbrechung hat die Ukraine nach russischen Angaben die Angriffe auf russische Ölraffinerien wieder aufgenommen. Am vergangenen Freitag seien vier Verarbeitungsanlagen ins Visier genommen worden, teilte der russische Vizepremierminister Alexander Nowak mit.
Demnach wurden drei Ölraffinerien sowie ein Gaschemiekomplex angegriffen. Eine der Einrichtungen habe leichte Schäden davongetragen. Insgesamt hätten jedoch die Luftabwehr und Schutzsysteme funktioniert, so Nowak weiter.
Der russische Vizepremierminister bestätigte, dass es zuvor eine Pause bei den Angriffen gegeben habe. Die Anlagen arbeiteten nun daran, den Schutz zu gewährleisten. Nähere Angaben zu den betroffenen Standorten oder dem Ausmaß der möglichen Betriebsunterbrechungen machte er nicht.
Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Energieinfrastruktur haben sich in den vergangenen Monaten zu einem wiederkehrenden Muster entwickelt. Die Angriffe zielen dabei häufig auf Raffinerien und Depots ab, die für die Versorgung der russischen Streitkräfte von Bedeutung sind.
Russische Behörden melden regelmäßig die Abwehr solcher Angriffe, geben jedoch nur selten detaillierte Informationen über mögliche Schäden oder Produktionsausfälle frei. Unabhängige Überprüfungen der offiziellen Darstellungen sind nur eingeschränkt möglich.