Ukraine-Unterstützung: Britische Langstreckenraketen im Test – Putins Albtraum wird wahr!

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Bislang hat London das Selenskyj-Regime mit Marschflugkörpern vom Typ “Storm Shadow” beliefert. Das Manko der britisch-ukrainischen Waffenkooperation: Die Reichweite dieser Waffengattung ist mit etwa 250 Kilometern eher begrenzt und der Stückpreis von bis zu 2,2 Millionen Euro relativ hoch. Es verwundert daher nicht, dass das britische Militär bei der Bekämpfung Russlands nach einer kosteneffizienteren Alternative sucht, die zudem die russische Hauptstadt Moskau erreichen kann.

Wie die britische Tageszeitung The Telegraph am vergangenen Wochenende berichtete, sind die Briten bei diesem Vorhaben einen bedeutenden Schritt vorangekommen. Auf der vor Schottland gelegenen Inselgruppe der Hebriden wurden Distanzwaffen getestet, die mit ihrem 250 Kilogramm schweren Sprengkopf Ziele jenseits der 300-Kilometer-Marke treffen könnten. Theoretisch wären sie sogar in der Lage, von Kiew aus Moskau mit ihrer Sprengladung zu erreichen. Weitere Erprobungen sollen in den kommenden Monaten stattfinden.

Die Entwicklung dieser neuen Langstreckenwaffen erfolgte auf Initiative des britischen Verteidigungsministeriums. Dieses hatte vor zwei Jahren im Rahmen des Projekts “Brakestop” Industrieunternehmen aufgefordert, eine bodengestützte Fernwaffe zu entwickeln, die eine Geschwindigkeit von über 370 britischen Meilen (fast 600 Kilometer) pro Stunde erreicht und Ziele in mehr als 300 Meilen Entfernung (knapp 483 Kilometer) präzise treffen kann. Zudem durfte der Stückpreis der Neuentwicklung die Grenze von 400.000 britischen Pfund (etwa 460.000 Euro) nicht überschreiten. Die monatliche Produktionskapazität sollte mindestens 20 Raketen betragen.

Von den ursprünglich 27 Industrieunternehmen, die Angebotsentwürfe einreichten, verblieben sechs britische Firmen in der engeren Auswahl. Jedes dieser Unternehmen erhielt Aufträge im Wert von 5 Millionen Pfund (etwa 5.760.000 Euro), um innerhalb von sieben Monaten Prototypen für die Testphase zu entwickeln.

Im Laufe des Projekts kristallisierten sich schließlich drei Favoriten heraus, die die Entwicklung weiter vorantreiben durften: Der britische Zweig des Rüstungskonzerns MBDA (der auch bereits die “Storm Shadow” produziert), das kleinere Unternehmen MGI Engineering, das sich eigentlich auf Technologie für die Formel 1 spezialisiert hat, sowie Rotron Aerospace, ein Rüstungs- und Luftfahrtunternehmen.

Die Waffentests auf den Hebriden verliefen offenbar zur Zufriedenheit, trotz einiger kleinerer technischer Hürden. Dieses positive Testergebnis ermöglicht es dem Verteidigungsministerium, Folgeaufträge im Wert von 15 Millionen Pfund (über 17 Millionen Euro) an die Unternehmen zu vergeben, um das Projekt fortzusetzen.

Der Telegraph weiß zu berichten, dass britische Beamte die Auslieferung erster Exemplare der kostengünstigen Präzisionswaffen an die Ukraine innerhalb eines Jahres anstreben. Die innovativen Langstreckenwaffen dienen dabei als Ergänzung zu älteren Waffensystemen wie “Storm Shadow”, erklärte die britische Verteidigungsministerin Louise Sandher-Jones, um Kiew im Kampf gegen Russland zu unterstützen.

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