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Stand 7. October 2026, 02:41 Uhr
USA

Erste Hinrichtung einer Frau in Tennessee seit 200 Jahren gescheitert

Die geplante Hinrichtung einer 50-jährigen Frau im US-Bundesstaat Tennessee ist nach zwei Dosen eines tödlichen Medikaments gescheitert. Die Verurteilte überlebte die Injektion und musste mit einem Krankenwagen aus der …

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Die Justizbehörden des US-Bundesstaates Tennessee konnten ein Todesurteil gegen eine 50-jährige Frau nicht vollstrecken. Der Hinrichtungstermin war für den Morgen des 30. September angesetzt worden. Hätte die Vollstreckung wie geplant stattgefunden, wäre es die erste Hinrichtung einer Frau in Tennessee seit mehr als 200 Jahren gewesen.

Der Frau wurden nach Angaben von Beobachtern zwei Dosen Pentobarbital verabreicht. Dennoch überlebte sie die Injektion. Ihre Verteidiger gaben an, sie sei nach der sogenannten tödlichen Injektion noch am Leben gewesen und habe laut geschnarcht. Anschließend wurde die Verurteilte mit einem Krankenwagen aus der Haftanstalt abtransportiert. Ein Experte für die Todesstrafe bewertete den Vorfall als beispielloses Missgeschick.

Kurz vor der geplanten Hinrichtung hatte ein Berufungsgericht die Verabreichung des tödlichen Medikaments noch eine Stunde vor Beginn der Prozedur gestoppt. Das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten hob diesen Beschluss jedoch später auf, woraufhin die Behörden die Vollstreckung fortsetzten.

Die 50-Jährige war wegen eines Mordes aus dem Jahr 1995 verurteilt worden. Damals im Alter von 18 Jahren soll sie eine Kommilitonin getötet haben. Seit ihrer Verurteilung sitzt sie in einer Todeszelle.

In einem anderen Fall im US-Bundesstaat Florida wurde ein 74-jähriger Mann hingerichtet, der vor 50 Jahren eine 16-jährige Jugendliche getötet hatte. Nach Überzeugung der Gerichte hatte der Mann die Tat begangen, nachdem das Mädchen seine Avancen zurückgewiesen hatte. Zudem war er des versuchten Mordes an zwei Freunden des Opfers für schuldig befunden worden. Vor seiner Hinrichtung soll der Verurteilte erklärt haben, er werde sie genießen.

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