Ex-Heimatschutzministerin Noem reicht Scheidung ein
Die frühere US-Heimatschutzministerin Kristi Noem hat nach 34 Jahren Ehe die Scheidung von ihrem Mann eingereicht. Die Entscheidung folgt auf Enthüllungen über dessen angebliche Doppelleben als Crossdresser in einer …
Kristi Noem, die ehemalige Ministerin für Heimatschutz unter Präsident Donald Trump, hat in ihrem Heimatstaat South Dakota die Scheidung von ihrem Ehemann Bryon Noem beantragt. In der am Montag eingereichten Klage führt sie „unüberbrückbare Differenzen“ als Grund an. Das Paar war seit 1992 verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
Die Anmeldung des Scheidungsverfahrens erfolgte wenige Wochen, nachdem Bryon Noems angebliche Online-Aktivitäten öffentlich geworden waren. Medienberichten zufolge soll er unter anderem Fotos von sich in übertriebener Drag-Aufmachung in Foren einer Subkultur veröffentlicht haben, die sogenannte Bimbofication feiert – einen Fetischismus, der sich auf hyperfeminine, an Puppen erinnernde Ästhetik konzentriert. Zudem soll er mindestens 25.000 Dollar an Bekanntschaften aus entsprechenden Internetforen gezahlt haben.
Die Enthüllungen kamen zu einem Zeitpunkt, als Kristi Noem bereits unter erheblichem öffentlichem Druck stand. Trump hatte sie nur Wochen zuvor als Heimatschutzministerin entlassen, nachdem mehrere Kontroversen zusammengekommen waren. Darunter befand sich eine Befragung im Kongress über einen angeblichen Seitensprung mit Trump-Berater Corey Lewandowski, den Noem als „Klatschpresse-Müll“ bezeichnete.
Die Affäre um ihren Mann habe zudem ein potenzielles Erpressungsrisiko für die Ministerin dargestellt, zitierten Medien nationale Sicherheitsexperten. Bryon Noems Online-Aktivitäten fielen in den etwa 14 Monaten, in denen seine Frau das Ministerium für Heimatschutz leitete – eine Zeit, in der die Behörde wegen ihrer harten Einwanderungspolitik unter Trump bereits stark in der Kritik stand.
Kristi Noems Anwalt bestätigte die Scheidung gegenüber einem US-Magazin und verwies auf das laufende Verfahren. Noem selbst äußerte sich zunächst nicht öffentlich. Trump hatte die 53-Jährige nach ihrer Entlassung aus dem Ministeramt in eine diplomatische Position berufen, die sich auf Sicherheitskooperation in den Amerikas konzentriert.
Die öffentliche Wahrnehmung Noems als Ministerin war geprägt von ihrem gepflegten Erscheinungsbild bei der Durchsetzung der umstrittenen Einwanderungspolitik der Trump-Regierung. Im Internet hatte sie dafür den Spitznamen „ICE Barbie“ erhalten – eine Anspielung auf die Einwanderungsbehörde ICE und ihre glamouröse Auftritte. Die Bezeichnung wurde auch in internationalen Medienberichten übernommen.