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Stand 11. October 2026, 00:47 Uhr
USA

Pentagon verunsichert über Pläne für öffentliche Hinrichtung

Verteidigungsminister Pete Hegseth hat angekündigt, die geplante Hinrichtung des Massenmörders Nidal Hasan live im Fernsehen zu übertragen. Das Vorhaben sorgt im Pentagon für Verwirrung und stößt auf breite Ablehnung.

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Die Ankündigung von Verteidigungsminister Pete Hegseth, die geplante Hinrichtung des Militärpsychiaters Nidal Hasan öffentlich zu übertragen, hat bei Pentagon-Beamten Überraschung ausgelöst. Mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigten, dass die Behörde nicht darüber informiert war, was die Ankündigung konkret bedeuten soll. Hasan war 2009 für ein Massenmörder auf der Militärbasis Fort Hood verurteilt worden.

Im US-Militär sind die Zugangsregeln für Hinrichtungen streng geregelt. Demnach dürfen Angehörige des Verurteilten und der Opfer, Medienvertreter sowie Geistliche an der Vollstreckung eines Todesurteils teilnehmen. Hegseth, der geschäftsführende Heeresminister Adam Thiele und der Pressesprecher des Verteidigungsministeriums, Sean Parnell, interpretierten den Begriff der Öffentlichkeit jedoch als Fernsehübertragung.

Die Idee einer Live-Übertragung stieß bei aktiven Soldaten und Veteranen auf Entsetzen. Auch Politiker beider großen Parteien reagierten ablehnend. Präsident Donald Trump äußerte sich zunächst unterstützend, räumte später jedoch ein, dass die Entscheidung über eine Übertragung ohne seine Beteiligung getroffen worden sei. Er habe dennoch Verständnis für die Motive hinter dem Vorhaben. Vizepräsident J. D. Vance bezweifelte, dass die Übertragung tatsächlich stattfinden werde, und erklärte, er werde sich eine öffentliche Hinrichtung in jedem Fall nicht ansehen.

Unklar bleibt bislang, wie eine mögliche Übertragung organisiert werden soll und welche Fernsehsender oder Streaming-Plattformen daran mitwirken würden. Bei der Festnahme im Jahr 2009 wurde Hasan verletzt und ist seither querschnittsgelähmt. Eine Vollstreckung des Urteils durch Erschießen müsste an einem gelähmten Insassen vollzogen werden.

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