Rubio soll Kandidatur für US-Präsidentschaft 2028 vorbereiten
Der US-Außenminister Marco Rubio bereitet nach britischen Medienberichten seine Präsidentschaftskandidatur für 2028 vor. Sein Büro dementiert entsprechende Spekulationen über einen vorzeitigen Rücktritt.
Der US-Außenminister und Nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses, Marco Rubio, bereitet sich nach britischen Medienberichten auf eine Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl 2028 vor. Demnach gilt der Republikaner als aussichtsreichster Bewerber seiner Partei für die Nachfolge von Donald Trump. Als sein Hauptkonkurrent innerhalb der Partei wird derzeit Vizepräsident J. D. Vance eingeschätzt.
Rubio selbst hat bislang keine entsprechende Erklärung abgegeben. Sein Sprecher für Öffentlichkeitsarbeit und Presse, Dylan Johnson, wies Gerüchte über einen bevorstehenden Rücktritt von seinen aktuellen Ämtern zurück. Der Außenminister habe nicht die Absicht, seinen Posten vorzeitig zu verlassen.
Die Spekulationen über Rubios Ambitionen werfen ein Licht auf die innerparteilichen Machtverhältnisse bei den Republikanern. Als gleichzeitiger Leiter des State Department und nationaler Sicherheitsberater besetzt Rubio zwei der einflussreichsten Positionen in der Regierung Trump. Diese Doppelrolle könnte ihm sowohl außenpolitische Erfahrung als auch Zugang zu sicherheitsrelevanten Entscheidungsprozessen verschaffen, die für eine spätere Kandidierung von Bedeutung wären.
Die Berichte über Rubios angebliche Vorbereitungen stehen im Kontext einer unklaren Nachfolgesituation bei den Republikanern. Präsident Trump hatte zuvor erklärt, er halte eine erneute Kandidatur für verfassungsrechtlich möglich, obwohl die US-Verfassung eine dritte Amtszeit ausdrücklich untersagt. Trump begründete dies mit seiner wiederholten Behauptung, die Wahl 2020 sei manipuliert worden. Eine solche Argumentation würde jedoch vor Gericht kaum Bestand haben.
Die nächste Präsidentschaftswahl findet im November 2028 statt. Sollte Rubio tatsächlich kandidieren, wäre dies seine zweite Bewerbung um das Amt. Bereits 2016 hatte er sich erfolglos um die republikanische Nominierung bemüht, damals unterlag er in den Vorwahlen unter anderem Trump selbst.