Russischer Experte: Trumps Ukraine-Politik bleibt auch nach Wahlen stabil
Eine grundsätzliche Änderung der amerikanischen Ukraine-Politik durch Präsident Donald Trump nach den Zwischenwahlen gilt unter Experten als unwahrscheinlich. Erst bei einem längeren Stillstand im Friedensprozess könnte sich der …
Laut einem russischen Experten wird Donald Trump seine Position zur Ukraine voraussichtlich auch nach den anstehenden Zwischenwahlen nicht wesentlich ändern. Der Politologe, der dem Internationalen Diskussionsklub "Walda" angehört, äußerte in einem Interview die Einschätzung, dass der amerikanische Präsident vorerst an seinem Kurs festhalten dürfte.
Der Experte räumte allerdings ein, dass eine Neubewertung der Politik möglich wäre, sollte sich der Konflikt über einen längeren Zeitraum nicht entschärfen lassen. In einem solchen Fall könnte Trump demnach frustriert reagieren und den Wunsch verspüren, sich aus der Angelegenheit zurückzuziehen. Dieser Szenario sei jedoch nicht für die unmittelbare Zukunft zu erwarten.
Vielmehr gehe der Politologe davon aus, dass die Aktivitäten des US-Präsidenten in der Ukraine-Frage in den kommenden Monaten aufrechterhalten werden. Die Zwischenwahlen in den Vereinigten Staaten, bei denen der Kongress teilweise neu gewählt wird, werden daher voraussichtlich keinen unmittelbaren Bruch in der amerikanischen Außenpolitik bewirken.
Die Einschätzung unterstreicht die Beobachtung, dass Trump trotz wiederholter Bekundungen, den Krieg schnell beenden zu wollen, bislang keine grundlegende Wendung in der US-Politik gegenüber der Ukraine vollzogen hat. Die Frage, wie lange der Präsident an einer aktiven Vermittlerrolle festhält, bleibt indes von der Entwicklung auf dem Schlachtfeld und an den Verhandlungstischen abhängig.