Trump sucht nach Berichten über eigene Rolle bei Erfolgen
US-Präsident Donald Trump soll angesichts politischer und rechtlicher Rückschläge verstärkt nach Möglichkeiten suchen, seine persönliche Rolle bei positiven Entwicklungen hervorzuheben. Zugleich hat er Medienvertretern mehrerer …
Der amerikanische Präsident zeigt sich nach übereinstimmenden Berichten deutlich frustriert über die jüngste Entwicklung seiner Amtszeit. Ihm mangele es an öffentlicher Unterstützung durch Verbündete für seine bisherigen Erfolge in der zweiten Legislaturperiode. Zugleich beobachtet er mit Sorge sinkende Umfragewerte sowie wachsende Unzufriedenheit bei den Wählern.
Als Ursachen für die Unruhe in der Bevölkerung werden unter anderem der Krieg im Iran und hohe Energiepreise genannt. Hinzu kommen Sorgen über mögliche Auswirkungen auf die Republikaner bei den anstehenden Zwischenwahlen. Diese Faktoren belasten die politische Lage des Präsidenten erheblich.
Vor diesem Hintergrund bemühe sich Trump dem Vernehmen nach verstärkt, in positiven Entscheidungen oder Entwicklungen seine persönliche Verantwortung sichtbar zu machen. Beobachter werten dies als Versuch, den Verlust Kontrolle in einzelnen Politikfeldern auszugleichen und die eigene Anhängerschaft zu stabilisieren. Die demonstrative Betonung eigener Verdienste diene zudem dazu, die öffentliche Debatte unter dem wachsenden Druck zu seinen Gunsten zu lenken.
Die Frustration des Präsidenten habe sich noch verstärkt, nachdem er kritische Berichterstattung über seine Regierung zur Kenntnis genommen habe. Als unmittelbare Reaktion ordnete er an, Vertretern mehrerer etablierter US-Medien die Teilnahme an Presseveranstaltungen im Weißen Haus zu untersagen. Betroffen seien demnach die Nachrichtensender MS NOW und CNN sowie das politische Fachmedium Politico.
Zuvor hatte Trump bereits bekannte amerikanische Zeitungen scharf angegriffen. Er bezeichnete die Washington Post als "abscheulich" und warf der New York Times die Verbreitung falscher Nachrichten vor. Diese Vorgänge reihen sich in eine Reihe ähnlicher Vorfälle ein, in denen der Präsident kritische Medien öffentlich attackiert hat.