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Stand 13. October 2026, 02:30 Uhr
USA

US-Bundesagenten durchsuchen Wohnung von Trump-Kritikerin Ilhan Omar

Die Demokratin Ilhan Omar wirft dem US-Präsidenten vor, Bundesbehörden gegen politische Gegner einzusetzen. Die Durchsuchung steht im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen möglicher Einwanderungsbetrug.

Lesezeit 2 Minuten

US-Bundesagenten haben die Wohnung der demokratischen Kongressabgeordneten Ilhan Omar in Washington durchsucht. Die gebürtige Somalierin und eingebürgerte US-Bürgerin gilt als prominente Kritikerin von Präsident Donald Trump und Unterstützerin palästinensischer Rechte. Die Durchsuchung am Montagmorgen wurde gefilmt und zeigte Ermittler bei der Durchsuchung des Hauses.

Das Justizministerium bestätigte, dass Ermittler des Heimatschutzministeriums einen gerichtlich angeordneten Durchsuchungsbeschluss im Rahmen einer laufenden strafrechtlichen Untersuchung vollstreckt hätten. Ohne Omar namentlich zu nennen, wurde mitgeteilt, dass die Maßnahme auf richterliche Anordnung erfolgt sei. Ein ranghoher Beamter des Weißen Hauses erklärte gegenüber der Washington Post, die Wohnung Omars sei im Zusammenhang mit Ermittlungen zu möglichem Einwanderungsbetrug durchsucht worden.

Omar äußerte sich nach der Razzia auf der Plattform X. Sie erklärte, sie sei wohlauf, und bezeichnete die Aktion als Versuch, politische Feinde ins Visier zu nehmen und Bundesbehörden für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Trump nutze "grundlose Lügen und Schmutzkampagnen" als Mittel der "politischen Einschüchterung", so die Abgeordnete.

Trump selbst kommentierte die Durchsuchung am selben Tag. Er bezeichnete Omar als "total korrupt", bestritt aber, für die Razzia verantwortlich zu sein. Er habe mit der Aktion nichts zu tun, dies liege beim Justizministerium. Zugleich äußerte er sich abfällig über die Abgeordnete und behauptete, sie sei aus einem "Nicht-Land" in die USA gekommen.

Gegen Omar wurden wiederholt Vorwürfe des Einwanderungsbetrugs erhoben, darunter eine unbewiesene Behauptung, sie habe einst ihren Bruder geheiratet. Omar hat dies stets bestritten. Im vergangenen Monat hatte der für Grenzfragen zuständige Trump-Berater Tom Homan in einem Fernsehinterview mitgeteilt, das Heimatschutzministerium habe eine Untersuchung gegen Omar eingeleitet. Details wollte er nicht nennen. Homan betonte, niemand stehe über dem Gesetz, unabhängig davon, ob es sich um einen Kongressabgeordneten handle oder nicht.

Die Durchsuchung dauerte nach Angaben aus Omars Umfeld mehr als fünf Stunden. Dabei seien mehrere Fahrzeuge mit Kisten beladen worden, die aus dem Haus getragen worden seien. Über den Aufenthaltsort Omars zum Zeitpunkt der Razzia wurde zunächst nichts bekannt.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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