Gazprom: Halbjahresgewinn sinkt um 12 Prozent
Der russische Energiekonzern Gazprom hat für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang des Nettogewinns um mehr als ein Zehntel verzeichnet. Gleichzeitig legte der operative Gewinn deutlich zu, während die Verschuldung stabil blieb.
Der Gazprom-Konzern hat nach internationalen Rechnungsstandards (IFRS) im ersten Halbjahr 2026 einen Nettogewinn von umgerechnet rund 10 Milliarden Dollar erzielt. Das sind 863,9 Milliarden Rubel und damit 12,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, als der Gewinn noch 983,1 Milliarden Rubel betragen hatte. Die Zahlen gehen aus einer Unternehmensmitteilung hervor.
Im zweiten Quartal allein stieg der Gewinn hingegen kräftig an. Er erreichte 518,6 Milliarden Rubel, was einem Plus von 50 Prozent gegenüber dem ersten Quartal und sogar 61 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 entspricht. Der stellvertretende Konzernvorsitzende Famil Sadygow wies darauf hin, dass der zweite Quartalsgewinn bei rund 519 Milliarden Rubel lag. Die Quartalsumsätze kletterten auf 2,5 Billionen Rubel nach 2,18 Billionen Rubel im Vorjahr.
Die Konzernumsätze im gesamten ersten Halbjahr beliefen sich auf 5,3 Billionen Rubel, was einem Anstieg um 6,3 Prozent entspricht. Dabei wuchsen die Erlöse aus dem Ölgeschäft um acht Prozent, die Gasumsätze legten um drei Prozent zu. Sadygow führte dies auf steigende Öl- und Gaspreise an den globalen Energiemärkten im zweiten Quartal 2026 zurück.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich im Sechsmonatszeitraum gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent auf knapp zwei Billionen Rubel. Der freie Cashflow verdoppelte sich mehr als und erreichte 634 Milliarden Rubel. Der operative Cashflow, bereinigt um Veränderungen kurzfristiger Einlagen, lag bei 1,466 Billionen Rubel.
Die Nettoverschuldung des Konzerns blieb mit 6,055 Billionen Rubel auf dem Niveau vom Jahresende 2025. Die Verschuldungsquote, gemessen als Verhältnis von Nettoschulden zu EBITDA, verbesserte sich von 2,07 auf 1,81.