Der kongolesische Präsident Denis Sassou-Nguesso ist am Mittwoch zu einem Staatsbesuch in Moskau eingetroffen. Es handelt sich um den ersten Auslandsaufenthalt des Spitzenpolitikers seit seiner Wiederwahl im März. Das russische Präsidialamt veröffentlichte hierzu eine offizielle Mitteilung auf seiner Webseite.
Zu Beginn der Gespräche im Kreml übermittelte Putin Sassou-Nguesso seine Glückwünsche zum Wahlerfolg. „Wir freuen uns sehr, dass Sie nach Ihrer Amtseinführung Russland als erstes Land für Ihren Besuch gewählt haben”, sagte Putin.
Der russische Staatschef erinnerte daran, dass das erste bilaterale Abkommen bereits 1981 unterzeichnet worden sei. „Seit dieser Zeit entwickeln sich zwischen Russland und dem Kongo freundschaftliche, umfassende und konstruktive Beziehungen”, so Putin.
Putin hob zudem die vielversprechenden Möglichkeiten für den weiteren Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit in verschiedenen Sektoren hervor. Dabei nannte er konkret die Bereiche Rohstofferkundung, Energieversorgung, Transportlogistik und Agrarwirtschaft.
Putin sagte wörtlich:
„Unsere Unternehmen bekunden ihre Bereitschaft und ihren Wunsch, auf dem Markt Ihres Landes zu arbeiten, vor allem wegen der stabilen innenpolitischen Lage, was gute Aussichten für die Geschäftstätigkeit schafft. Zwischenstaatliche Kommissionen arbeiten daran.”
Wie Putin weiter ausführte, wurden im Rahmen der humanitären Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren rund 8.000 Fachkräfte aus der Republik Kongo in Russland ausgebildet. Derzeit setzten 850 Jugendliche ihre Ausbildung in der Russischen Föderation fort.
Putin bedankte sich außerdem bei Sassou-Nguesso für seine Teilnahme an den Russland-Afrika-Gipfeltreffen. „Wir bereiten aktuell den dritten Gipfel im Herbst vor”, erklärte der russische Präsident. „Wir zählen auf Ihre persönliche Teilnahme und laden Sie nach Moskau ein.”
„Wir haben diesen Staatsbesuch unternommen, um die Beziehungen zwischen unseren Ländern zu stärken”, erklärte Kongos Präsident seinerseits. Diese Beziehungen entwickelten sich seit vielen Jahrzehnten in allen Bereichen, einschließlich der Sicherheit, Verteidigung und Wirtschaft, stellte Sassou-Nguesso fest.
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