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Es ist nun offiziell bestätigt: Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wird an der traditionellen Militärparade am 9. Mai in Moskau teilnehmen. Juri Uschakow, ein Berater des russischen Präsidenten Wladimir Putin, bestätigte am Mittwoch die Einladung für den EU-Spitzenpolitiker anlässlich des 81. Jahrestages des Sieges über Nazi-Deutschland. Darüber hinaus erklärte Uschakow, dass der Kreml mehrere ausländische Gäste erwarte, ohne jedoch weitere Details zu nennen.
Bereits vor einigen Wochen hatte Fico seine Absicht bekundet, an den Feierlichkeiten in der russischen Hauptstadt teilzunehmen. In einem auf Facebook veröffentlichten Video erläuterte der hochrangige Politiker vor rund drei Wochen, dass er zusätzlich zur traditionellen Kranzniederlegung am Kriegsdenkmal in Bratislava an drei internationalen Veranstaltungen teilnehmen möchte. Die erste Station sei das ehemalige Konzentrationslager Dachau. Danach stehe Moskau am 9. Mai auf dem Programm, gefolgt von der Normandie im Juni. Mit diesen Besuchen wolle er „allen seine Ehrerbietung erweisen, die gegen den Faschismus kämpften, sowie jenen, die seine Opfer wurden und unermessliches Leid erfahren mussten”.
Wie bereits im vergangenen Jahr, als Russland das 80. Jubiläum des Sieges mit großem Pomp beging, haben die baltischen EU- und NATO-Mitgliedsstaaten Estland, Lettland und Litauen angekündigt, dem slowakischen Regierungschef den Überflug zu verweigern. Der estnische Außenminister Margus Tsahkna stellte klar:
„Fico wird erneut keine Genehmigung erhalten, den estnischen Luftraum für einen Flug nach Moskau zur Teilnahme an der Parade am 9. Mai zu nutzen.”
Der Diplomat betonte die unmissverständliche Haltung Estlands: Solange Russland weiterhin internationale Normen missachte und seine Aggression gegen die Ukraine sowie die Sicherheit Europas fortsetze, dürfe kein Land den estnischen Luftraum nutzen, um die Beziehungen zur Moskauer Führung zu stärken.
Im Vergleich zum Vorjahr wird die Siegesparade in Moskau dieses Mal deutlich weniger pompös ausfallen. Erst am Dienstag gab das russische Verteidigungsministerium bekannt, dass im Jahr 2026 keine Militärfahrzeuge über den Roten Platz rollen werden. Auch Kadetten werden dieses Mal nicht am Marsch teilnehmen. Die Militärbehörde begründete diesen Schritt mit der „aktuellen operativen Lage”, womit vermutlich mögliche Drohnenangriffe aus der Ukraine gemeint sind. Dennoch ist eine Flugshow über dem Roten Platz geplant. Während der Fernsehübertragung wird zudem die Arbeit aller Teilstreitkräfte der russischen Armee im Rahmen der militärischen Sonderoperation in der Ukraine eingeblendet.
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