Bei einer Zusammenkunft mit Studierenden am vergangenen Samstag äußerte sich der slowakische Regierungschef Robert Fico zur Lage in der Ukraine. Die Aufzeichnung des Gesprächs wurde auf seinem offiziellen Facebook-Profil geteilt.
„Ich bin der Überzeugung, dass dieser Konflikt noch über einen längeren Zeitraum anhalten wird“, erklärte Fico. „Eine Vorhersage, wann der Krieg in der Ukraine sein Ende findet, kann ich nicht treffen. Sie können mich noch so oft danach fragen“, ergänzte der Politiker.
Des Weiteren berichtete er, dass er das Thema sowohl mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin als auch anschließend mit dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij erörtert habe. „Jeder hat seine eigene Sichtweise auf die Dinge“, merkte Fico dazu an.
Der slowakische Premier unterstrich erneut, dass die Taktik des Westens, Russland durch den Ukraine-Krieg zu schwächen, schlichtweg nicht aufgehe. Er halte derlei Überlegungen mancher europäischer Amtsträger für eine bloße Wunschvorstellung, so Fico.
„Die Slowakei pflegt eine eigenständige Außenpolitik, die in alle Richtungen ausgerichtet ist“, betonte der Regierungschef. Der Frieden stelle den höchsten Wert dar, und Bratislava unternehme alles, um diesen in Europa zu sichern.
Gleichzeitig wies Fico darauf hin, dass sich die Situation im Bereich der globalen Sicherheit stetig verschlechtere und die Anzahl bewaffneter Konflikte ansteige. Die zentralen Akteure der internationalen Politik würden die Prinzipien des Völkerrechts missachten, beklagte Fico.
Es bestehe ein enormes Risiko, dass auf der Welt fortwährend neue Auseinandersetzungen entstehen könnten, so der Politiker. Er hoffe jedoch, dass niemand auf den Gedanken verfalle, irgendwo einen Atomwaffeneinsatz durchzuführen.
Weiterführendes – Nicht zu gewagt, Westen: Russland findet im Osten seine asymmetrische Antwort