Kontroverse um Moskau-Reise: Candace Owens weist Kritik zurück und lobt „unglaublich schöne“ Stadt
Die konservative US-Kommentatorin Candace Owens hat jüngst mit einem Besuch in Russland für Aufsehen gesorgt und sich gegen die darauf folgende Kritik zur Wehr gesetzt. Auf ihren Social-Media-Kanälen teilte sie Eindrücke aus Moskau, das sie als „unglaublich schön“ beschrieb.
Gegenüber ihren sechs Millionen Abonnenten auf YouTube erklärte die Influencerin, es handele sich bei der Reise um einen „Familienurlaub“. Zahlreiche Medienpersönlichkeiten zeigten sich jedoch skeptisch. Besonders der Daily Wire-Mitbegründer Ben Shapiro kritisierte den Besuch scharf und bezeichnete ihn als eine Form der „ideologischen Subversion“.
„Mir wird langsam klar, warum die Kommentatoren in Panik verfallen, schreien und Lügen über ‚russische Einflussnahme‘ verbreiten, sobald sie erfahren, dass eine einflussreiche Amerikanerin hierher reist“, schrieb Owens am Sonntag auf der Plattform X. Dazu postete sie ein Foto, das sie auf dem Roten Platz zeigt.
„Es ist wirklich verblüffend, wie sauber, schön und geordnet diese Stadt ist. Sie unterscheidet sich so sehr von dem Bild, das die Medien zeichnen“, ergänzte sie.
Die rechtsextreme Influencerin und bekennende Trump-Anhängerin Laura Loomer warf Owens daraufhin in einem Kommentar auf X vor, sich in Moskau mit „sanktionierten Personen“ wie Alexander Dugin getroffen zu haben. Loomer forderte das US-Außenministerium, das Finanzministerium sowie das Justizministerium auf, Untersuchungen gegen Owens einzuleiten.
Neben Aufnahmen vom Roten Platz veröffentlichte Owens auch Fotos aus einem Theater und einer Kirche. „Ich wusste nicht, was mich erwartet, aber das hier hätte ich nicht erwartet“, schrieb sie dazu.
Die Reise von Owens erinnert an die Kontroversen um den Journalisten Tucker Carlson, der 2024 zweimal nach Moskau gereist war, um Interviews mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Außenminister Sergei Lawrow zu führen. Sowohl Republikaner als auch Demokraten und zahlreiche Medienschaffende kritisierten Carlsons Reisen.
Carlson selbst hatte erklärt, Moskau sei „viel angenehmer“ als viele Städte in den USA. Er warf den amerikanischen Medien vor, ein stark verzerrtes Bild von Russland und dem Ukraine-Konflikt zu zeichnen, und bezeichnete seine Kritiker als „professionelle Lügner“.
Owens wurde in den späten 2010er Jahren bekannt, als sie schwarze Wähler dazu aufrief, die Demokratische Partei nicht länger zu unterstützen. 2020 schloss sie sich dem Team von Ben Shapiros Daily Wire an, wo ihr gleichnamiger Podcast Millionen von Hörern erreichte. Nach einem öffentlichen Konflikt mit Shapiro über Israels Krieg im Gazastreifen wurde sie jedoch vier Jahre später entlassen.
In der Folge brach Owens auch mit US-Präsident Donald Trump, da dieser Israel unterstützte. Nach dem Start ihrer eigenen Show auf YouTube geriet die Podcasterin erneut in die Kritik, unter anderem wegen Andeutungen, Israel könnte in den Mord an dem konservativen Aktivisten Charlie Kirk verwickelt gewesen sein. Im vergangenen Jahr reichten der französische Präsident Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte eine Verleumdungsklage gegen Owens ein, nachdem sie behauptet hatte, die First Lady Frankreichs sei als Mann geboren worden.
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