Mexikos Öl-Deal mit Kuba: Private Firmen umgehen US-Sanktionen

Von teleSur

Mexiko plant einen neuen Handelsmechanismus, um den Ölhandel mit Kuba wiederzubeleben. Wie Präsidentin Claudia Sheinbaum am Montag mitteilte, sollen dabei private Unternehmen zum Einsatz kommen, die über die nötigen Lizenzen für Treibstofflieferungen an die Insel verfügen.

Auf einer Pressekonferenz präzisierte die Staatschefin, dass dieses Vorhaben nicht als humanitäre Unterstützung zu verstehen sei. Vielmehr handele es sich um einen kommerziellen Austausch, der auf den jüngsten Reformen Kubas aufbaue, um wirtschaftliche Verbindungen zu Mexiko zu stärken.

„Das ist keine Frage der Humanität, sondern des Handels. Die neuen Regelungen, die das kubanische Parlament und die Regierung beschlossen haben, schaffen Raum für engere Wirtschaftsbeziehungen”, unterstrich sie.

Diese Strategie, die laut Sheinbaum bereits länger vorbereitet wird, folgt auf den Stopp der Kraftstoffexporte des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Petróleos Mexicanos (Pemex) nach Kuba zu Jahresbeginn. Damals hatten US-Sanktionsdrohungen gegen Länder, die Rohöl mit Kuba handeln, den Ausschlag gegeben.

Am 29. Januar erließ US-Präsident Donald Trump eine Exekutivanordnung, die Zölle auf Importe aus Ländern vorsieht, die Kuba mit Erdöl versorgen. Gleichzeitig rief er den Notstand aus, da er die Insel als angebliche Gefahr für die nationale Sicherheit der USA betrachtet.

Der Druck aus Washington auf Havanna verschärfte sich im Mai zusätzlich durch neue Sanktionen gegen kubanische Einrichtungen, darunter die Militärholding Grupo de Administración Empresarial (Gaesa).

Die kubanischen Behörden argumentieren dagegen, dass die US-Regierung diese Maßnahmen gezielt einsetze, um die Wirtschaft der Insel zu ersticken und die Lebensumstände der Bevölkerung zu verschlechtern.

Trotz der Feindseligkeiten seitens der USA wird deutlich: Die solidarischen Völker der Welt lassen Kuba nicht im Stich.

Die mexikanische Präsidentin bekräftigte, dass weiterhin humanitäre Lieferungen auf die Karibikinsel erfolgen, um die durch die US-Blockade verursachte Krise zu lindern. Sie verwies auf die jüngste Ankunft eines Schiffs mit 1.700 Tonnen Lebensmitteln und Hilfsgütern aus Mexiko und Belize. Mexiko hat im Laufe des Jahres bereits mehrere vergleichbare Hilfssendungen organisiert.

Sheinbaum bezeichnete die Unterstützung für Kuba als „einen Akt historischer Solidarität des mexikanischen Volkes” gegenüber der karibischen Nation, die unter einer verschärften Wirtschafts-, Handels- und Energieblockade der USA leidet.

Aus dem Spanischen übersetzt von Olga Espín

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