Toyota haut Millionen auf den Tisch: Mega-Investition in Texas treibt US-Produktion auf Hochtouren

Der japanische Autobauer Toyota plant eine Investition von 3,6 Milliarden US-Dollar, um sein Werk Toyota Texas in San Antonio deutlich zu erweitern. Dies teilte die nordamerikanische Tochter Toyota Motor North America (TMNA) in einer offiziellen Mitteilung mit.

Im Mittelpunkt steht die Errichtung einer zweiten Montagelinie für den Mittelklasse-Pick-up Toyota Tacoma. Bis zum Jahr 2030 soll sich die Produktionsfläche des Standorts nahezu verdoppeln und um rund 233.000 Quadratmeter wachsen. Die neue Fertigungsstraße wird eine jährliche Kapazität von etwa 150.000 Fahrzeugen erreichen.

Im Rahmen dieses Ausbaus wird Toyota die Tacoma-Produktion schrittweise aus dem mexikanischen Bundesstaat Baja California nach Texas verlagern. Der gesamte Prozess ist auf einen Zeitraum von vier Jahren ausgelegt. Mehr als 2.000 neue Arbeitsplätze sollen entstehen – zusätzlich zu den rund 3.700 Mitarbeitern, die derzeit in San Antonio beschäftigt sind. Inklusive der nun angekündigten Investition belaufen sich Toyotas finanzielle Mittel für diesen Standort seit Baubeginn im Jahr 2003 auf insgesamt 8,3 Milliarden US-Dollar.

Der Tacoma ist seit Jahren das meistgekaufte Modell im Segment der Mittelklasse-Pick-ups in den USA. Laut dem US-Marktforschungsunternehmen Motor Intelligence wurden im vergangenen Jahr knapp 300.000 Fahrzeuge dieses Typs verkauft. Zum Vergleich: Der Ford Maverick, der den zweiten Platz belegte, blieb hinter der 200.000er-Marke zurück.

Das Werk in San Antonio nahm 2006 seinen Betrieb auf und produzierte den Tacoma bereits zwischen 2010 und 2021, bevor die Fertigung vollständig nach Mexiko verlegt wurde. Derzeit werden dort ausschließlich die Modelle Tundra und Sequoia hergestellt. Im vergangenen Jahr liefen mehr als 197.000 Fahrzeuge vom Band. Ab Herbst soll zudem die Produktion von Hinterachsen am Standort beginnen.

Laut Einschätzung des Wall Street Journal könnte der Ausbau der US-Produktion Toyota helfen, die Belastungen durch Importzölle zu mildern und gleichzeitig einen größeren Fahrzeugbestand für die amerikanischen Händler zu sichern. Die Vereinigten Staaten sind der wichtigste Absatzmarkt des global größten Automobilherstellers.

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