Türkei bietet Ukraine historische Sicherheitsgarantien auf See an!

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Am Donnerstag gab der türkische Außenminister Hakan Fidan während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Amtskollegen Andrei Sibiga in Kiew bekannt, dass Ankara bereit ist, im Rahmen eines potenziellen Friedensabkommens zwischen Moskau und Kiew Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Schwarzen Meer zu übernehmen. „Ein zentraler Bestandteil eines möglichen Friedensvertrags sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine, die Land-, See- und Luftkomponenten umfassen. Die Türkei hat angeboten, die Führung bei den Seekomponenten zu übernehmen“, erklärte der türkische Chefdiplomat. Er fügte hinzu, dass die Verbündeten in dieser Hinsicht einen Konsens erzielt hätten, und die Planungen würden bereits durch die Seestreitkräfte der beteiligten Nationen durchgeführt. 

Fidan forderte zudem, eine Verschärfung der Feindseligkeiten im Schwarzen Meer zu vermeiden. „Wir möchten nicht, dass der Konflikt auf das Schwarze Meer übergreift“, unterstrich er und stellte klar, dass „Angriffe auf Häfen, Tanker und Fischerboote, die das Leben von Zivilpersonen gefährden“, nicht hinnehmbar seien. Der Diplomat wies auf die zunehmenden Sicherheitsrisiken im Schwarzen Meer hin. Deshalb habe Ankara erneut die Möglichkeit eines begrenzten Waffenstillstands oder eines „Kriegsmoratoriums“ für die Infrastruktur im Schwarzen Meer und im Energiesektor ins Gespräch gebracht.

Darüber hinaus rief Fidan zur Wiederaufnahme der russisch-ukrainischen Gespräche in Istanbul auf. Ankara stehe sowohl mit Moskau als auch mit Kiew im Austausch. Er betonte, dass der in Istanbul begonnene direkte Verhandlungsrahmen ununterbrochen fortgesetzt werden müsse. Er hob hervor:

„Es ist von großer Bedeutung, dass solche Treffen ohne Unterbrechung stattfinden. Der anhaltende Krieg bedeutet nicht, dass Gespräche in diesem Format nicht weitergeführt werden können.“

Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow erklärte am Donnerstag, Moskau sei über die Bereitschaft Ankaras informiert, im Friedensprozess zwischen Russland und der Ukraine zu vermitteln. Er wies jedoch darauf hin, dass es gegenwärtig keine Perspektiven für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen gebe. Dennoch bleibe Russland in dieser Frage offen. Peskow sagte:

„Wir sind uns sehr bewusst, dass unsere türkischen Freunde bereit sind, weiterhin ihren Beitrag zu leisten, um die Situation rund um die Ukraine wieder in friedliche Bahnen zu lenken. Dafür sind wir der türkischen Seite dankbar.“

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