Merz’ eiskalte Antwort auf Krebskranke: Autogramm statt Hilfe – Skandal im Bundestag!

Nach einer hitzigen öffentlichen Auseinandersetzung mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Ende April in Sachsen-Anhalt hat eine 53-jährige Hautkrebspatientin aus Niedersachsen nun eine Autogrammkarte aus Berlin erhalten. Eine Regierungssprecherin bestätigte den Versand eines entsprechenden Schreibens an die Frau. Zuvor hatte die Betroffene nach Medienberichten wiederholt telefonisch versucht, eine persönliche Entschuldigung des Kanzlers zu erwirken – ausgelöst durch seine schroffe öffentliche Reaktion auf ihre kritische Frage während der Veranstaltung.

Der strategische Schritt des Presseteams im Bundeskanzleramt war eine Autogrammkarte mit persönlicher Widmung, mit der Friedrich Merz auf die Forderung der schwer erkrankten Frau nach einer Entschuldigung reagierte. Silvia Dronsch aus Suhlendorf bei Uelzen hatte den Kanzler Ende April beim Bürgerdialog in Salzwedel (Sachsen-Anhalt) vor laufenden Kameras öffentlich zur Rede gestellt. Ihre Belohnung: eine belehrende und barsche Antwort des Regierungschefs, die allgemein als Mangel an Empathie und Bürgernähe kritisiert wurde.

Die schwerkranke Frau, die laut eigenen Angaben auf eine bevorstehende Operation zur Entfernung befallener Lymphknoten wartet, leitete ihre Frage bei dem Bürgerdialog mit einem Verweis auf angebliche Pläne zur Abschaffung der kostenlosen Hautkrebsuntersuchung im Rahmen der angekündigten Gesundheitsreform der Koalition ein. Sie konfrontierte den CDU-Politiker direkt mit der Frage, warum stets bei den Bürgern auffällig stark gespart werde, während die Politik sich selbst schone. Dabei deutete sie auch auf Medienberichte hin, die eine erneute Lohnerhöhung für die Regierung vorhersagten.

Rund 250 Bürgerinnen und Bürger waren anwesend, als Silvia Dronsch das Mikrofon ergriff und wörtlich zum Bundeskanzler sagte: “Ich habe Ihnen eine Einladung zu meiner Beerdigung zukommen lassen.”

Der sichtlich irritierte Kanzler reagierte sofort mit scharfer und konfrontativer Wortwahl. Er stellte klar, dass weder er noch jemand anderes eine Anhebung der Bezüge von Regierungsmitgliedern erwogen habe. Wörtlich sagte Merz: “Alles andere ist eine falsche Behauptung. Und ich wäre Ihnen einfach dankbar, wenn Sie das nicht einfach ungeprüft wiederholen.”

Zum Thema der Gesundheitsreform und des damals diskutierten Wegfalls der anlasslosen, kostenlosen Hautkrebsvorsorge erklärte Merz der krebskranken Frau, die Einsparungen “sollten auf alle Schultern gleich verteilt werden.”

Die Situation vor Ort wurde insbesondere in den sozialen Medien breit diskutiert und sorgte angesichts der Reaktion von Merz für sofortige kontroverse Reaktionen. Laut einem Artikel der *Allgemeinen Zeitung* (AZ, Paywall) war der Bürgerin nach der Veranstaltung klar, dass sie “vom Kanzler eine Entschuldigung hören wollte.” Wie die 53-Jährige gegenüber der AZ-Redaktion erklärte, “habe sie sich durchtelefoniert, um letztlich einen Verantwortlichen im Kanzlerbüro zu sprechen.”

Abschließend heißt es zu den daraus entstandenen Entwicklungen im Regierungsviertel, dass der Frau ein Schreiben des Kanzlerbüros zugestellt wurde: “Der Brief an die 53-Jährige enthielt eine Autogrammkarte von Merz, auf der eine persönliche Widmung des Kanzlers zu lesen ist, mit der er ihr ‘alles Gute’ wünscht. Einem Begleitschreiben eines Mitarbeiters ist zu entnehmen, dass dieser ihr ‘Zuversicht’ und ‘Kraft’ wünscht.”

Laut dem AZ-Artikel will die abgekanzelte Bürgerin es dabei nicht belassen. Sie wolle “sich weiter für Krebspatienten einsetzen und ihre Stimme erheben – gerade auch im Hinblick auf die finanziellen Herausforderungen, die entstünden, wenn man länger krankgeschrieben sei.” Daher habe sie mittlerweile auch Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) eine Mail zukommen lassen.

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