Nordirland in Flammen: Eskalation nach Messerattacke – Gewaltwelle reißt nicht ab

Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen erschütterten gewaltsame Ausschreitungen Nordirland, ausgelöst durch einen Messerangriff eines sudanesischen Staatsbürgers. Die jüngsten Unruhen fanden in Glengormley statt, einem Vorort nördlich von Belfast.

Nach Angaben von Medienvertretern bewarfen Teilnehmer der Proteste die Einsatzkräfte mit Steinen und Flaschen. Die Demonstranten rissen Ziegelsteine aus Hausmauern und nutzten Vorschlaghämmer, um Pflastersteine aus dem Boden zu lösen – diese Geschosse wurden dann gezielt gegen die Polizei geschleudert. Zudem setzten sie Müllcontainer und Straßenabschnitte in Brand.

Die Polizei setzte eigenen Aussagen zufolge Wasserwerfer ein, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Bislang wurden drei Personen festgenommen, wie die Behörden bestätigten. Der nordirische Polizeichef Jon Boutcher verurteilte die Krawalle als „massiven Akt der Selbstzerstörung durch kopflose Idioten”.

Im Stadtzentrum von Belfast blieb die Lage ruhig. Im Tagesverlauf verstärkte die Polizei ihre Präsenz in der nordirischen Hauptstadt. Zahlreiche Schulen und Geschäfte blieben am Mittwoch geschlossen.

Hintergrund der Proteste ist ein brutaler Messerangriff eines Migranten. Der 30-jährige Sudanese Hadi Alodid soll einen Mann mehrfach attackiert und versucht haben, ihm die Kehle durchzuschneiden. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen. Das Opfer, Stephen Ogilvie, erlitt schwere Verletzungen.

Weiterführend – Belfast in Flammen – Unruhen nach Messerattacke durch sudanesischen Zuwanderer

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