Am ersten Juli 2026 begann der Tag für den Deutschen Fußballbund mit einer deutschlandweiten Razzia – ein Vorgang, der nicht nur den Verband selbst erschütterte. Früh am Morgen rückten über 150 Ermittler des Landeskriminalamts gemeinsam mit weiteren Einsatzkräften an. Sie durchsuchten die DFB-Zentrale in Frankfurt sowie die Stadtverwaltungen mehrerer Austragungsorte der Europameisterschaft, darunter Hamburg, Berlin, Köln, München, Frankfurt am Main, Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund und Gelsenkirchen.
Wie weiter berichtet wird, standen auch mehrere Unternehmen im Fokus der Überprüfungen. Der Vorwurf, der den laufenden Ermittlungen zugrunde liegt, lautet auf Vorteilsgewährung und Bestechung im Zusammenhang mit der Vergabe von Plätzen in VIP-Lounges sowie exklusiven Einladungen. Das Springer-Blatt Bild berichtet am Mittwoch, dass diese Vergaben nicht nach dem Prinzip “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst” erfolgt seien, sondern vielmehr auf Basis guter Kontakte. Besonders im Fokus steht dabei das Halbfinalspiel zwischen Spanien und Frankreich, das in München stattfand. Laut dem Bericht richten sich die Ermittlungen insbesondere gegen zwei Personen: einen 66-jährigen Deutschen und einen 44-jährigen Franzosen. Sie sollen im Umfeld der Euro 2024 GmbH, die gemeinsam vom DFB und der UEFA betrieben wird, Eintrittskarten für die wichtigsten Spiele sowie Reisen und Hotelaufenthalte an ausgewählte Personen vergeben haben. Nun wird untersucht, ob diese Handlungen Vorteile verschafften, die in Deutschland strafrechtlich relevant sein könnten – konkret steht der Verdacht auf Bestechung im Raum.
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