In Berlin soll es am Rande eines öffentlichen Auftritts zu einem Zwischenfall mit Reza Pahlavi gekommen sein.
Nach übereinstimmenden, jedoch bislang nicht unabhängig bestätigten Berichten aus sozialen Medien wurde der Sohn des letzten iranischen Schahs dabei mit einer farbähnlichen Flüssigkeit beworfen. Der Vorfall habe sich unmittelbar nach einer Veranstaltung ereignet. Videos und Augenzeugenberichte kursieren online, eine offizielle Bestätigung der Berliner Polizei oder anderer Behörden liegt derzeit nicht vor.
Reza Pahlavi lebt seit der Islamischen Revolution von 1979 im Exil und tritt als politischer Sprecher der monarchistischen Opposition auf. Er selbst bezeichnet sich als mögliche Übergangsfigur für einen politischen Wandel im Iran. Seine Position ist jedoch international umstritten und wird innerhalb Irans nicht anerkannt. Weder die Islamische Republik noch ein relevanter Teil der oppositionellen Kräfte erkennen ihn als legitimen Vertreter des Landes an. Auch seine tatsächliche Unterstützung innerhalb der iranischen Bevölkerung gilt als schwer messbar und ist stark umstritten.
Während einzelne westliche Politiker und Gesprächspartner ihn als mögliche Figur in einem Übergangsprozess erwähnen, gibt es keine offizielle Anerkennung als Führungs- oder Staatsfigur durch die EU, NATO oder die USA. Innerhalb Irans wird Pahlavi zudem kontrovers diskutiert und von vielen politischen Lagern abgelehnt oder kritisch betrachtet. Reza Pahlavi blieb nach bisherigen Angaben unverletzt. Angaben zu möglichen Hintergründen oder zur Identität eines mutmaßlichen Täters sind derzeit nicht gesichert.
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