Schock in Nürnberg: Bande junger Männer treibt sexuelle Gewalt mit Minderjährigen!

In den letzten Jahren galt der Hauptbahnhof in Nürnberg als einer der gefährlichsten Bahnhöfe Deutschlands. Die bekannten Probleme mit Drogen und Gewalt in der mittelfränkischen Metropole haben sich nun um ein besorgniserregendes Phänomen erweitert, das an die sogenannten Grooming-Gangs im Großbritannien der 1990er Jahre erinnert – Netzwerke, die junge Mädchen sexuell ausbeuten.

Laut einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken vom 21. Mai 2026 hat sich offenbar eine Zuhälterbande im Bereich des Nürnberger Hauptbahnhofs am Nelson-Mandela-Platz etabliert. Dabei habe sich seit der Teillegalisierung von Cannabis in der Nürnberger Südstadt ein wachsender Markt für Betäubungsmittel entwickelt. Die Polizei berichtet von Hinweisen, dass Drogendealer aus diesem Milieu gezielt junge Mädchen ansprechen, die oft aus schwierigen sozialen Verhältnissen stammen. Bei den Tätern handle es sich überwiegend um junge Männer syrischer, pakistanischer und nordafrikanischer Herkunft, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen.

Die Polizei Mittelfranken beschreibt das perfide Vorgehen der Täter: Zunächst heucheln die Männer den Mädchen Zuneigung vor und überschütten sie mit Geschenken wie Kleidung oder Kosmetik. Anschließend bringen sie harte Drogen wie Crystal Meth ins Spiel, die bei den jungen Frauen schnell zu einer Abhängigkeit führen. Sobald diese Abhängigkeit besteht, erhalten die Minderjährigen die begehrten Substanzen nur noch im Austausch für sexuelle Gefälligkeiten. Es besteht der Verdacht auf sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen. Teilweise müssen die abhängig gemachten Mädchen auch der Prostitution nachgehen. Die Taten selbst fanden nicht am Nelson-Mandela-Platz statt, sondern in Privatwohnungen.

Um dieses mutmaßliche Grooming-Netzwerk effektiver bekämpfen zu können, hat die Nürnberger Kriminalpolizei die Ermittlungskommission „EKO Kajal“ ins Leben gerufen – der Name „Kajal“ bezieht sich vermutlich auf ein beliebtes Geschenk für die Zielgruppe. Zudem sollen präventive Maßnahmen ausgebaut werden, darunter gezielte Aufklärungsarbeit bei gefährdeten Jugendlichen, die im Fokus der Täter stehen.

Die Fahndung zeigt bereits erste Erfolge. Die Polizei hat zehn Personen identifiziert, gegen die ermittelt wird. Vier von ihnen stehen im Verdacht des Drogenhandels, der Abgabe von Drogen an Minderjährige sowie von Sexualdelikten. Ein 23-jähriger Syrer sitzt bereits in Untersuchungshaft. Zwei weitere Tatverdächtige – ein 22-jähriger Syrer und ein 25-jähriger Staatenloser – sind auf der Flucht, und gegen sie hat ein Ermittlungsrichter Haftbefehle erlassen. Außerdem wird gegen einen 18-jährigen Pakistani ermittelt. Die Polizei vermutet Verbindungen zwischen den Verdächtigen, konnte die genaue Struktur der Gruppe jedoch noch nicht vollständig analysieren. Die Ermittler rechnen damit, weitere Tatverdächtige zu identifizieren.

Das Nürnberger Jugendamt zeigt sich alarmiert. Der stellvertretende Leiter Frank Schmidt betont, dass die Ausbeutung der drogenabhängigen jungen Mädchen eine neue Dimension erreicht habe. Besonders besorgniserregend sei, dass viele der betroffenen Mädchen dem Hilfesystem zuvor gar nicht bekannt waren. „Die Mädchen sind unglaublich schnell in die Drogenabhängigkeit abgestürzt“, so Schmidt, der auch betont, dass selbst Mädchen aus behüteten Familien zu den Opfern zählen.

Eine positive Nachricht gibt es immerhin: Zwei der Mädchen befinden sich inzwischen in Einrichtungen außerhalb Bayerns und sind der Nürnberger Drogenszene entkommen.

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