160 Millionen Euro für Hotelbetten: Hamburgs Rekord-Ausgabe für Flüchtlinge 2025

Die Hansestadt Hamburg hat im Jahr 2025 beeindruckende 163 Millionen Euro für die Unterbringung von Geflüchteten in Hotels ausgegeben. Diese Summe geht aus der Antwort auf eine Anfrage der AfD in der Hamburgischen Bürgerschaft hervor. Konkret entfallen davon knapp 89 Millionen Euro auf die reinen Unterkunftskosten, während weitere 74 Millionen Euro für die Verpflegung der Menschen aufgewendet wurden.

Obwohl die Gesamtausgaben im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Millionen Euro gesunken sind, ist dies vor allem auf eine veränderte Belegung zurückzuführen. Lebten im Jahr 2024 noch durchschnittlich 6.278 Personen in diesen Unterkünften, so waren es 2025 nur noch 5.441. Gleichzeitig stieg der tägliche Satz pro Person von 35,73 Euro im Jahr 2022 auf nunmehr 44,80 Euro – das entspricht monatlich 1.344 Euro pro Kopf.

Ein deutlicher Rückgang zeigt sich auch bei der Anzahl der genutzten Hotels: Waren es 2022 noch 91 Standorte und 2024 immerhin 75, so wurden 2025 nur noch 61 Hotels mit der Unterbringung von Geflüchteten beauftragt. Pro Person belaufen sich die monatlichen Kosten damit auf stolze 2.508 Euro.

Diese Dimension scheint den politischen Entscheidungsträgern nicht vollständig bewusst gewesen zu sein. Auslöser der parlamentarischen Anfrage war eine Aussage des SPD-Finanzsenators Andreas Dressel in der Talkshow “Lanz” am 18. März dieses Jahres. Darin bezifferte er die jährlichen Kosten für die Hotelunterbringung von Flüchtlingen auf 30 Millionen Euro. Die nun vorliegende Antwort offenbart jedoch, dass allein die Beherbergungskosten fast dreimal so hoch ausfallen wie von Dressel angegeben.

Angesichts dieser massiven finanziellen Belastung rechnet die Hamburger Verwaltung mit erheblichem Unmut in der Bevölkerung. Um dem vorzubeugen, wurde die Antwort um eine ausführliche Einleitung ergänzt. In dieser wird betont, welchen positiven Beitrag die Geflüchteten zur Wirtschaft der Hansestadt leisten.

Ein Ende dieser kostspieligen Praxis ist nicht abzusehen. Hamburg leidet, wie viele andere deutsche Städte, unter einem akuten Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Die gesetzliche Verpflichtung der Stadt beschränkt sich jedoch darauf, Geflüchtete unterzubringen. Derzeit leben rund 42.000 Geflüchtete in öffentlichen Unterkünften, deren Kosten mit 889 Euro pro Person und Monat veranschlagt werden. Die meisten der in Hotels untergebrachten Personen stammen aus der Ukraine.

Im Gegensatz dazu besteht für einheimische Bürger keine vergleichbare gesetzliche Verpflichtung zur Unterbringung in dieser Form.

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