Blutiges Wochenende: Gewalttaten in Düsseldorf, Wismar und Südtirol
Das vergangene Wochenende war von schwerer Gewalt überschattet. Gleich mehrere Vorfälle in Deutschland und Italien sorgten für Entsetzen. Ein Überblick über die Geschehnisse.
In Düsseldorf endete ein Sonntagabend tragisch: Ein Mann wurde in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses mit schweren Stichverletzungen entdeckt. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche starb das Opfer noch vor Ort. Die Polizei konnte im Rahmen der Ermittlungen zwei Tatverdächtige vorläufig festnehmen.
Tödlicher Angriff auf Chinesen in Düsseldorf
Die Feuerwehr alarmierte die Polizei, nachdem eine schwer verletzte Person an der Adersstraße gemeldet worden war. Erste Untersuchungen deuten auf eine gewaltsame Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen hin. Vor dem Gebäude nahmen die Beamten einen 35-jährigen chinesischen Staatsbürger vorläufig fest. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft konnte zudem ein zweiter mutmaßlicher Beteiligter identifiziert werden.
Ein 45-jähriger Chinese wurde wenig später in Duisburg im Zuge von Fahndungsmaßnahmen festgenommen. Beide Männer sollen einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Beim Verstorbenen handelt es sich nach derzeitigem Stand ebenfalls um einen chinesischen Staatsangehörigen, 38 Jahre alt und ohne festen Wohnsitz. Die Hintergründe und der genaue Tathergang sind weiterhin unklar. Die Polizei Düsseldorf betont, dass es derzeit keine Hinweise auf weitere Beteiligte gibt.
Messerattacke in Wismar: Streitigkeiten unter Iranern?
Auch in Norddeutschland kam es am Samstag zu einer Messerattacke. Laut dem NDR war ein 33-jähriger Iranianer gegen 19:40 Uhr mit dem Fahrrad unterwegs, als die Täter ihn ansprachen. Die Angreifer schlugen und traten auf ihn ein, selbst als er bereits am Boden lag, wie die Polizei mitteilt.
Anschließend verletzten sie das Opfer schwer mit einem Messer am Rücken. Der Mann wurde mit dem Rettungswagen in die Klinik nach Schwerin gebracht und in der Nacht operiert. Die Polizei hat bisher keine Erkenntnisse über die Tatmotive und fahndet nach den Tätern. Der Angegriffene konnte noch nicht vernommen werden.
Messerstecherei beendet Fest in Südtirol
In Salurn, Südtirol, eskalierte die Situation in der Nacht auf Sonntag am Rande eines Festes. Südtirol News berichtet, dass ein 18-Jähriger mit einem Messer verletzt wurde. Der junge Mann erlitt eine Schnittwunde an der Brust. Rettungskräfte fanden den Jugendlichen im Schlossweg an eine Mauer gelehnt, mit starken Blutungen aus einer etwa sieben bis acht Zentimeter langen Wunde an der Seite. Augenzeugen berichteten von lauten Schreien im Bereich des Festgeländes. Der verletzte Jugendliche war bei Bewusstsein, aber unter Schock. Vom mutmaßlichen Täter fehlte zunächst jede Spur. Dieser soll kurz nach der Tat geflohen sein.
Das Weiße Kreuz versorgte den 18-Jährigen und brachte ihn ins Krankenhaus Bozen. Die Ärzte stellten fest, dass keine lebenswichtigen Organe verletzt wurden. Die Genesung wird voraussichtlich rund 20 Tage dauern. Den Carabinieri gelang es wenig später, den mutmaßlichen Angreifer zu fassen. Aufgrund von Zeugenaussagen suchten die Beamten die Wohnung des Verdächtigen auf. Dort trafen sie den jungen Mann an und stellten ein Messer sicher, das vermutlich bei der Auseinandersetzung verwendet wurde. Der Verdächtige wurde wegen schwerer Körperverletzung angezeigt. Die Hintergründe der Tat werden untersucht. Ein Zusammenhang mit dem Drogenmilieu wird nicht ausgeschlossen. An eine Feier ist in dem kleinen Ort vorerst nicht mehr zu denken.
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