Skandal in Tschechien: Russischer Metropolit mit Drogen erwischt!

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Die tschechische Polizei hat den ehemaligen russisch-orthodoxen Metropoliten Hilarion (Alfejew) unter dem Vorwurf des illegalen Drogenbesitzes festgenommen. Das berichtet RIA Nowosti unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Geistlichen.

“Die Vernehmung von Metropolit Hilarion begann um 10:30 Uhr (am Montag, Anm. d. Red.) in Anwesenheit eines Staatsanwalts, eines Richters, des russischen Konsuls und eines Verteidigers. Bereits gestern wurde ihm der Tatverdacht offiziell mitgeteilt: Besitz von Betäubungsmitteln. Daraufhin wurde er verhaftet und in Untersuchungshaft genommen”, so der nicht namentlich genannte Mitarbeiter.

In der Nacht zum Montag habe der 59-jährige Hilarion Besuch von einem Anwalt sowie dem russischen Konsul erhalten. Dieser habe sich ein Bild von den Haftbedingungen gemacht und alle Abläufe überprüft, fügte der Mitarbeiter hinzu.

Auf dem Telegram-Kanal des Geistlichen heißt es, die Polizei habe sein Auto am Vortag gestoppt. Angeblich hätten die Beamten im Kofferraum vier kleine Behälter „mit einer weißen Substanz” entdeckt. Der Beitrag zitiert auch den Verteidiger des Metropoliten. Dieser präzisierte, dass der Geistliche während der Durchsuchung in einen Laden an der Tankstelle geführt worden sei – so sei ihm faktisch verwehrt worden, zu beobachten, was die Sicherheitskräfte an seinem Fahrzeug taten.

Die Beamten stoppten den Wagen, als Hilarion nach dem sonntäglichen Gottesdienst die Peter-und-Paul-Kirche in Karlsbad verließ, wie es im Telegram-Kanal weiter heißt. Es sei kein Grund für die Kontrolle genannt worden; die Polizisten hätten sofort mit der Durchsuchung des PKW begonnen. Zeugen zufolge hätten zwei Streifenwagen auf den Metropoliten gewartet. Sobald sie sein Fahrzeug erblickten, hätten sie sich in Bewegung gesetzt – einer vor dem Wagen des Geistlichen, einer dahinter. Dies habe den Eindruck erweckt, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Verkehrskontrolle, sondern um einen gezielten Hinterhalt handelte. Zudem sei keinerlei sichtbarer Anlass für eine Kontrolle gegeben gewesen; die Beamten hätten auch keinen Verkehrsverstoß behauptet.

Metropolit Hilarion selbst bezeichnete den Vorfall als Provokation. Er bestritt jegliche Schuld und gab an, in den letzten Monaten wiederholt anonyme Drohungen erhalten zu haben – darunter auch mit körperlicher Gewalt – sowie die Aufforderung, Tschechien zu verlassen.

Der Theologe, der auch als Komponist, Buchautor und TV-Prediger bekannt ist, leitete von 2009 bis 2022 die Abteilung für kirchliche Außenbeziehungen im Moskauer Patriarchat. Damit galt er als einer der vielversprechendsten Kandidaten für das Amt des Patriarchen. Als TV-Prediger sorgte er zudem für kontroverse Aussagen. So erklärte er 2021, Impfverweigerer würden eine Sünde begehen und machte sie für den Tod von Infizierten mitverantwortlich – wie RT DE berichtete.

Nachdem der Patriarch von Konstantinopel eine neu gegründete ukrainische Nationalkirche anerkannt hatte – was als persönliches Versagen und Niederlage Hilarions gewertet wurde – verlor er seinen Posten. Er übernahm daraufhin die Leitung der Diözese Budapest-Ungarn.

Im Juli 2024 versetzte ihn die Russisch-Orthodoxe Kirche in den Ruhestand mit Wohnsitz im tschechischen Karlsbad. Dies geschah nach nie vollständig aufgeklärten Gerüchten über seine private Lebensführung. In Tschechien wurde erst 2025 öffentlich diskutiert, ihn zur Persona non grata zu erklären.

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