Die Mineralölbranche hat zugesichert, die von der Ampel-Koalition geplante Steuerermäßigung zur Entlastung der Autofahrer bei hohen Kraftstoffpreisen vollständig an die Verbraucher weiterzugeben. Christian Küchen, Hauptgeschäftsführer des Wirtschaftsverbands Fuels und Energie (en2x), bekräftigte im *Deutschlandfunk*, dass die Entlastung bei den Tankstellen ankommen werde. “Was ich mit großer Sicherheit sagen kann, ist, dass die Steuerreduktion um circa 14 Cent plus Mehrwertsteuer, das ergibt dann die 17 Cent, weitergegeben wird”, erklärte Küchen.
Gleichzeitig mahnte der Verbandsmanager zur Vorsicht, da globale Marktschwankungen die Preise zusätzlich beeinflussen könnten. “Es kann sein, dass der Preis zum geplanten Datum der Steuersenkung am 1. Mai um 14 oder auch um 20 Cent sinkt. An den Weltmärkten herrscht jedoch auch eine sehr volatile Lage mit schwankenden Preisen”, so Küchen.
Er warnte vor zu großer Euphorie, da die Entwicklung der Weltmarktpreise eine entscheidende Rolle spiele. “Insofern kann ich keinen absoluten Reduktionsbetrag an der Zapfsäule garantieren. Aber wie in der Vergangenheit auch gilt: Die Steuersenkung wird weitergegeben.” Unabhängig von der Steuer könne der Preis je nach Weltmarktlage sogar stärker fallen – oder aber auch nicht sinken.
Die Koalition plant, die Energiesteuer auf Diesel und Benzin für zwei Monate – vom 1. Mai bis zum 30. Juni – um brutto etwa 17 Cent pro Liter zu senken. Ein ähnlicher, befristeter „Tankrabatt“ war bereits 2022 nach Beginn des Ukraine-Krieges eingeführt worden.
Küchen verwies zudem auf die komplexen Mechanismen des globalen Wettbewerbsmarktes. Auch während des „Tankrabatts“ 2022 hätten regionale Engpässe die Marktentwicklung nach den Prinzipien von Angebot und Nachfrage beeinflusst.
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