Die aktuellen Wahlumfragen zeigen derzeit außergewöhnlich große Abweichungen: Während das ZDF-Politbarometer am Freitag lediglich einen Vorsprung von zwei Prozentpunkten für die Union vor der AfD ermittelte, ergibt die jüngste Erhebung des Meinungsforschungsinstituts INSA einen deutlich größeren Abstand zwischen den beiden Parteien.
Selbst in der ZDF-Umfrage käme die derzeitige Regierungskoalition nicht mehr auf eine parlamentarische Mehrheit. Sowohl die CDU als auch die AfD legten jeweils um einen Prozentpunkt zu, während die Grünen und die Linke im Vergleich zur vorherigen Politbarometer-Befragung jeweils einen Punkt einbüßten.
Bei den ergänzenden Fragestellungen gaben nur noch 52 Prozent der Befragten an, dass die Regierung bis zur nächsten Bundestagswahl durchhalten werde. 72 Prozent beurteilten die Arbeit der Koalition negativ. Noch kritischer fällt die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage aus: Lediglich sechs Prozent bewerten sie als gut, 49 Prozent als teils gut, teils schlecht, und 44 Prozent stufen sie als schlecht ein.
Laut INSA hält die AfD seit acht Wochen stabil bei 29 Prozent, während die CDU/CSU im gleichen Zeitraum von 23 auf 21 Prozent fiel. Zwischen den Grünen (14 statt 13,5 Prozent) und der FDP (drei Prozent) wechselten im Vergleich zur Vorwoche 0,5 Prozentpunkte. Ebenso gab das BSW (drei Prozent) 0,5 Prozentpunkte ab, die zur Linken (elf Prozent) wanderten. Die SPD verharrt seit sechs Wochen nahezu unverändert bei zwölf Prozent.
Die Unterschiede in der Stichprobengröße zwischen den beiden Umfragen sind gering: Beim ZDF wurden vom 1. bis 3. Juni 1.274 Personen befragt, bei INSA waren es im Zeitraum vom 1. bis 5. Juni 1.206 Teilnehmer.
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