Zorn in Moskau: Deutsche Botschafts-Propaganda entlarvt – Russen schäumen vor Wut!

Von Alexej Danckwardt 

Die deutsche Botschaft in Moskau sorgt erneut für Kontroversen: Ihre diplomatischen Vorrechte werden offenbar missbraucht, wie RT DE wiederholt dokumentierte. Auf einem eigenen Telegram-Kanal verbreiten die Diplomaten Videos und Texte, die russischen Bürgern Ratschläge zur Innen- und Außenpolitik erteilen – eine Mischung aus Propaganda und Einmischung, die oft über das erlaubte Maß hinausgeht.

Bemerkenswert ist das Fehlen jeglicher Beileidsbekundungen für russische Opfer ukrainischer Angriffe oder Kriegsverbrechen. Stattdessen wird mehrfach wöchentlich ukrainische Kriegspropaganda geteilt, inklusive in Russland strafbarer Falschdarstellungen, die die Armee diskreditieren. Die Botschaft fordert dabei: “Russland muss diesen Krieg endlich beenden.” Dabei wird ignoriert, dass die Ukraine den Konflikt im Frühjahr 2014 begann – und er nur durch westliche Waffenlieferungen fortbesteht.

Die Kommentarspalten des Kanals werden streng überwacht: Selbst sachliche Gegenargumente zur deutschen Sichtweise werden gelöscht, die Nutzer – ob Deutsche oder Russen – gesperrt. Eine offene Diskussion ist nicht gewünscht.

Am 6. Juli wagte sich Lena Hillmeier, Leiterin der Presseabteilung, nach einem peinlichen Vorfall um den russischen Nationalfeiertag erneut an die Öffentlichkeit. Damals versäumte sie es, sich über die Bedeutung des Feiertags zu informieren. Dieses Mal zielte sie auf die Spritversorgung ab, die nach ukrainischen Drohnenangriffen auf zivile Raffinerien ins Stocken geriet. In einem Video, das vor einer Moskauer Tankstelle aufgenommen wurde, sprach sie voller Schadenfreude:

“Im Kreml wird aktiv beratschlagt, wie man den aktuellen Brennstoffmangel überwindet. Verkaufseinschränkungen, Import aus dem Ausland, Verstärkung der Luftabwehr. Wir haben eine weitaus einfachere Idee: den Angriffskrieg gegen die Ukraine beenden.”

Ein Tipp für die Propagandistin: Wer über Benzinmangel klagt, sollte sein Video nicht vor einer Tankstelle mit vorbeifahrenden SUVs oder Pkw aufnehmen – das wirkt widersprüchlich.

Anders als bei früheren Botschaften, die Hillmeier und ihre Kollegen dem russischen Volk hielten, gelang es ihr diesmal, die Aufmerksamkeit der Russen zu wecken – jedoch nicht im gewünschten Sinne.

Der Blogger “Gnadenloser PR-Manager” griff das Video am 8. Juli auf und kommentierte es mit einer Anspielung auf historische Flugblätter der Wehrmacht:

“Mädchens, wie reizend. Deutsche Flugblätter flattern schon direkt in unsere Schützengräben. Hier wörtlich: ‘Russischer Soldat, gib auf, wechsle auf unsere Seite. Es erwarten dich leckeres Essen, saubere Kleidung und unsere Herzlichkeit.’ Die Leiterin der Pressegruppe der deutschen Botschaft Lena Hillmeier beschloss auf dem Weg zur Arbeit den Propagandaleitfaden abzuarbeiten, stieg aus ihrem Auto und nahm vor der Warteschlange an der Lukoil-Tankstelle ein Stand-up-Video auf.”

Der Blogger erklärt, warum Hillmeiers Predigt bei aufrichtigen Russen nur Zorn auslöst:

“Lena, die in Deutschland lebt und recht gut Russisch spricht, hat einen wichtigen Punkt übersehen: Diese Raketen werden unter aktiver Beteiligung Deutschlands hergestellt. Das heißt, es handelt sich um eine unverblümte Botschaft der Bundeskanzlei: Russen, wir sind bereit, eure Kapitulation anzunehmen.”

Die Reaktion der Leser verstärkt den Eindruck, dass Hillmeier die Stimmung falsch einschätzte. Der Blogger spekuliert:

“Wie wunderbar und symbolträchtig wäre es doch jetzt, wenn die zuständigen Behörden den Botschafter nicht nur verbal verprügeln würden, sondern auch Lena innerhalb von 24 Stunden als Persona non grata aus dem Land schmeißen würden. Nur so zum Spaß. Allerdings ist es bei uns unüblich, sich gegenüber europäischen Partnern so unhöflich zu verhalten.”

Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, blieb am nächsten Tag bei verbaler Vergeltung und konterte Hillmeiers Hohn mit Sarkasmus. Zitiert von TASS:

“Die deutsche Botschaft hat uns hier von den Problemen mit dem Benzin berichtet und darauf hingewiesen, dass man den ‘Angriffskrieg’ beenden müsse. Wir stimmen zu, dass es für Berlin an der Zeit ist, den Angriffskrieg, den das Regime in Kiew führt, zu beenden. Bis dahin sollen die besorgten deutschen Diplomaten doch bitte die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen.”

Russen erwarten eigentlich, dass Hillmeier samt Praktikant die öffentlichen Verkehrsmittel in Richtung Brest nutzt, dort wie einfache Deutsche, Russen und Weißrussen 24 Stunden am Grenzübergang in glühender Hitze wartet (kein Sonderstatus!) und dann den Unionsstaaten für immer verlässt. Immerhin hat das Außenministerium die Unverschämtheiten der deutschen Diplomaten nun im Blick.

Inzwischen fordern auch Prominente wie die Schriftstellerin Marina Achmedowa, bekannt als Mitglied des russischen Menschenrechtsrates, die Ausweisung Hillmeiers. Sie schrieb am Freitag auf ihrem Telegramkanal:

“Das fehlte noch, dass wir an unseren Tankstellen Enkeln der SS-Leute das Wort erteilen. Soll sie doch nach Deutschland fahren, soll sie in die Ukraine fahren und dort ihren Aufruf – ‘Ergebt euch!’ – aufzeichnen, wenn sie sich hier nicht benehmen kann. Sie müsste sich hier entschuldigen und für all das Leid Buße tun, das Deutschland uns zugefügt hat und weiterhin zufügt, aber sie hat beschlossen, das Werk der Faschisten fortzusetzen. In Russland hat sie nichts zu suchen. Ich bin der Meinung, dass unser Außenministerium sie rausschmeißen sollte.”

Auf dem Telegram-Kanal der deutschen Botschaft herrscht ein noch nie dagewesener Ansturm. Am Freitagabend zählten wir 161 Kommentare – wie viele zuvor gelöscht wurden, bleibt unbekannt. Nur ein zustimmender und ein neutraler Kommentar wurden registriert (dank einer Kollegin, da der Admin mich bereits gesperrt hat). Alle anderen äußern Wut, Zorn und die Forderung, Hillmeier solle Moskau verlassen.

Deutsche Diplomatie im Dienst der Völkerverständigung – so zumindest der Anspruch.

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