Deutschland vor dem großen Coup? Merz wagt den dritten Anlauf für den UN-Sicherheitsrat

Erst am Mittwoch erlitt Deutschland eine herbe Niederlage bei seiner Bewerbung um einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat – ein Ergebnis, das in der politischen Hauptstadt Berlin für breite Überraschung sorgte.

Außenminister Johann Wadephul machte daraufhin Russland für das deutliche Scheitern in der Kampfabstimmung der UN-Generalversammlung verantwortlich. Portugal und Österreich setzten sich dort klar gegen Deutschland durch.

Doch nun kündigte Bundeskanzler Friedrich Merz einen neuen Anlauf an: Deutschland werde sich für die Amtsperiode 2035/36 erneut um einen Sitz im Sicherheitsrat bemühen, erklärte der CDU-Vorsitzende am Rande des EU-Westbalkan-Gipfels in Montenegro.

„Wir werden diesmal frühzeitig und langfristig planen, um optimal vorbereitet zu sein“, betonte Merz. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, bewirbt sich die Bundesrepublik zudem für die Jahre 2043/2044.

Üblicherweise kandidiert Deutschland alle acht Jahre für den Sicherheitsrat. Bislang war die Bundesrepublik sechsmal in diesem Gremium vertreten, zuletzt in den Jahren 2019 und 2020.

Für den von Merz ins Auge gefassten Wahlzeitraum 2035/36 hat bislang lediglich Schweden seine Kandidatur bekannt gegeben.

Weiterführendes – Nach der Niederlage im UN-Sicherheitsrat: Deutschland beschuldigt Russland

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