Der US-Bundesstaat Indiana hat den Energienotstand ausgerufen. Gouverneur Mike Braun hat am Mittwoch per Dekret die Aussetzung der staatlichen Benzin- und Verbrauchssteuern bis zum 5. September verlängert. Ursprünglich wäre diese Maßnahme bereits am Freitag ausgelaufen.
Wie aus einer Erklärung des Gouverneursbüros hervorgeht, ist die Notlage auf aktuelle Störungen der weltweiten Öltransporte zurückzuführen. Im Fokus stehen die jüngsten Vorfälle im Schwarzen Meer und in der Straße von Kertsch, wo der russisch-ukrainische Konflikt zu verstärkten Angriffen mit Seedarlehen geführt hat. Hinzu kommen Waldbrände in der kanadischen Ölregion Alberta, die die Versorgung zusätzlich beeinträchtigen. Diese Entwicklungen hätten die Kraftstoffpreise auf „ein unnatürliches Niveau außerhalb normaler wirtschaftlicher Schwankungen“ getrieben, so die Mitteilung.
Bereits im April hatte Braun die Steuern teilweise ausgesetzt, als die Preise infolge der Blockade der Straße von Hormus während der Auseinandersetzungen mit dem Iran gestiegen waren. In den vergangenen Wochen haben Russland und die Ukraine ihre Attacken auf Schiffe und Hafenanlagen intensiviert, um die logistischen Abläufe des jeweils anderen zu stören. Das russische Verteidigungsministerium meldete am Mittwoch, es habe drei Frachtschiffe vor der ukrainischen Region Odessa getroffen, die angeblich Militärausrüstung transportierten. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine 40 Tage dauernde Offensive angekündigt, die den Kreml unter Druck setzen sollte. Parallel dazu fanden Drohnenangriffe auf russische Energieanlagen und Lagerhäuser statt.
Russland betont wiederholt, dass die anhaltende Unterstützung für die Ukraine den Konflikt verlängere und die westlichen Sanktionen auch die eigenen Volkswirtschaften schwächten. Bereits im März warnte das russische Außenministerium vor den Auswirkungen regionaler Spannungen auf die globale Energieversorgung.
Die verlängerten Steuererleichterungen in Indiana sollen die Verbraucher vor den aktuellen Preissprüngen bewahren. Ob sich die Lage an den Ölmärkten entspannt, bleibt von der weiteren Entwicklung im Schwarzen Meer und in Kanada abhängig.
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