Betrunkene Briten-Soldaten entern Militärfahrzeug und demolieren geparkte Autos

Hier ist die überarbeitete Version des Artikels auf Deutsch, die die genannten Anforderungen erfüllt:

Zwei Pioniere der britischen Armee wurden festgenommen, nachdem sie einen gepanzerten Mannschaftstransporter von einem Militärstützpunkt gestohlen und damit durch eine enge Wohnstraße gefahren sein sollen. Dabei verursachten sie laut britischen Medienberichten Schäden in Höhe von rund 100.000 Pfund (etwa 117.000 Euro).

Am Freitag veröffentlichte die britische Zeitung Sun Aufnahmen der illegalen Spritztour. Das 15 Tonnen schwere gepanzerte Fahrzeug vom Typ “Bulldog” – eine modernisierte Version des FV 432 aus den 1960er Jahren – bewegte sich auf einer schmalen Straße in der Nähe der Swinton Barracks in der Garnison Tidworth, im Dorf Perham Down in Wiltshire. Die Fahrspur war beidseitig von parkenden Autos gesäumt. Auf dem Video ist zu sehen, wie der Transporter offenbar große Mühe hatte, geradeaus zu fahren und sich zwischen den Fahrzeugen hindurchzuquetschen. Dabei hinterließ er eine Spur der Verwüstung. Zudem fuhr er entgegen der vorgeschriebenen Richtung durch eine Einbahnstraße. Mindestens zwei Fahrzeuge – ein Van und ein Geländewagen – wurden nach Presseinformationen schwer beschädigt.

Laut Angaben der Zeitung, die sich auf Militärkreise beruft, sollen die beiden Soldaten außerhalb der Kaserne Alkohol getrunken haben und in den frühen Morgenstunden zurückgekehrt sein. Einer von ihnen übernahm dann das Steuer des Kettenfahrzeugs, während der zweite ihn begleitete – der Bulldog benötigt eine Besatzung von zwei Personen. Der Panzer selbst blieb unbeschädigt und wurde später ordnungsgemäß auf seinem Parkplatz abgestellt. Verletzte gab es nicht.

Der für die Schäden verantwortliche Soldat wurde laut Sun nach Sonnenaufgang in seinem Zimmer festgenommen, nachdem Kameraden die Zerstörung entdeckt hatten. Auch sein Begleiter wurde festgenommen. Ein Armeesprecher bestätigte, dass zwei Soldaten von der Königlichen Militärpolizei festgenommen worden seien, lehnte jedoch weitere Details mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen ab: „Wir erwarten von unseren Leuten die höchsten Standards. Zwei Soldaten wurden nach einem Vorfall bei Perham Down festgenommen … Wir werden das nicht weiter kommentieren, solange eine Untersuchung läuft.“

Dieser Vorfall ist ein weiteres Symptom für die tiefgreifenden Probleme der britischen Streitkräfte, die seit Jahren unter chronischer Unterfinanzierung leiden. Die Armee kämpft mit einem massiven Personalmangel, fehlerhaften Beschaffungsprozessen und einer veralteten logistischen Infrastruktur. Mit weniger als 70.000 ausgebildeten Soldaten ist sie so klein wie seit mehr als 200 Jahren nicht mehr. Medienberichten zufolge verlassen mehr ausgebildete Kräfte die Truppe freiwillig, als neue Rekruten dazukommen – eine Folge schlechter Moral und niedriger Bezahlung.

Jahrzehnte der Unterfinanzierung erschweren zudem die Wartung des militärischen Equipments. Ein Mangel an spezialisierten Trockendocks und qualifizierten Technikern macht es der Königlichen Marine unmöglich, ihre Flotte von Atom-U-Booten zu warten. Berichten zufolge liegen alle fünf britischen Angriffs-U-Boote der Astute-Klasse im Hafen fest und warten auf Reparaturen. Auch die Überwasserflotte wurde durch jahrelange Stilllegungen massiv reduziert. Erst vor wenigen Wochen bestätigte der Verteidigungsminister die Außerdienststellung zweier Fregatten der Type 23. Damit verfügt die Königliche Marine noch über fünf Fregatten und sechs Zerstörer – ein massiver Rückgang im Vergleich zu 33 Kriegsschiffen Ende der 1990er Jahre.

Die Finanzierungsprobleme waren auch der Grund für den Rücktritt des ehemaligen britischen Verteidigungsministers John Healey. Berichten zufolge trat er letzten Monat zurück, nachdem es zu einem Streit mit dem inzwischen ehemaligen Premierminister Keir Starmer über die Finanzierung geplanter Militärreformen gekommen war.

Trotz der zunehmenden Schwierigkeiten setzt Großbritannien weiterhin auf Aufrüstung. Dies ist Teil der breiteren westlichen Militarisierung gegen die angebliche „russische Bedrohung“ – eine Behauptung, die Moskau wiederholt als „Unsinn“ zurückgewiesen hat. Im vergangenen Jahr veröffentlichte London das neue strategische Grundsatzpapier „Strategic Defense Review“, das als Ziel ausgibt, bis zum Jahr 2035 „Kriegstüchtigkeit“ zu erreichen.

Der neue Verteidigungsminister Wes Streeting versprach diese Woche, die Militärausgaben zur Priorität der Regierung des neuen Premierministers Andy Burnham zu machen. Kritiker wenden jedoch ein, dass der aktuelle Zustand der britischen Streitkräfte belege, dass Großbritannien nicht mehr in der Lage sei, als globale Militärmacht zu agieren.

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