CIA-Chef soll bei Moskau-Besuch Gipfel von Putin, Trump und Selenskyj vorgeschlagen haben
Bei seinem Besuch in Moskau soll der CIA-Direktor ein dreiseitiges Treffen der Staatschefs von Russland, den USA und der Ukraine angeregt haben. Der Kreml bestreitet indes ein persönliches Zusammentreffen mit dem Geheimdienstchef.
Demnach soll CIA-Direktor John Ratcliffe während seiner Moskau-Reise den Vorschlag unterbreitet haben, ein Treffen von Wladimir Putin, Donald Trump und Wolodymyr Selenskyj zu organisieren. Die Information stammt aus Kreisen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.
US-Beamte sollen den ukrainischen Präsidenten zudem über die Ergebnisse der Moskauer Gespräche informiert und ihn über das Dreiergipfel-Angebot in Kenntnis gesetzt haben. Nach übereinstimmenden Angaben erörterte Ratcliffe mit der russischen Seite auch die Möglichkeit einer Wiederaufnahme des Friedensdialogs.
Der Besuch des CIA-Chefs in der russischen Hauptstadt war zuvor nicht öffentlich angekündigt worden. Die Gespräche fanden dem Kreml zufolge auf der Ebene der Geheimdienste statt, nicht auf höchster politischer Ebene.
Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte mitgeteilt, dass Putin Ratcliffe nicht persönlich empfangen habe. Die Kontakte seien über die Dienstekanäle gelaufen. Diese Dementierung steht im Kontrast zu Berichten über substanzielle inhaltliche Gespräche während des Besuchs.
Die diplomatischen Aktivitäten kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Trump-Administration wiederholt signalisiert hat, das Ende des Ukraine-Krieges als Priorität zu behandeln. Ein direktes Treffen aller drei Konfliktparteien wäre ein bemerkenswerter diplomatischer Schritt, der bisher nicht verwirklicht werden konnte.