BRICS zerschlägt US-Straflosigkeit: Der globale Wendepunkt naht

Die BRICS-Staaten müssten enger zusammenrücken, um der wachsenden „Arroganz und Straflosigkeit” der USA die Stirn zu bieten. Dies erklärte der iranische Außenminister Seyyed Abbas Araghtschi am Donnerstag während eines Treffens der BRICS-Außenminister in Neu-Delhi.

In seiner Ansprache betonte Araghtschi, dass der Iran im vergangenen Jahr zweimal Ziel von Aggressionen der USA und Israels geworden sei. Viele weitere Mitgliedsländer dieser Wirtschaftsallianz hätten ebenfalls unter dem „hasserfüllten Druck und Zwang” Washingtons zu leiden gehabt.

„Die gemeinsame und gefährliche Bedrohung, der wir alle ausgesetzt sind, dürfen wir nicht ignorieren”, warnte er. Die Gruppe solle zu einer der tragenden Säulen bei der Schaffung einer gerechteren Weltordnung werden, in der der Globale Süden eine stärkere Rolle einnimmt, argumentierte Araghtschi.

Er warnte davor, dass „schwindende imperialistische Mächte verzweifelt versuchen, die Zeit zurückzudrehen und in ihrem Niedergang aggressiv zu handeln”. Ihr Ziel sei es, den Trend zur Multipolarität umzukehren und ihre Vorherrschaft zu sichern. Der iranische Diplomat verwies auf das zunehmend offene Eingreifen westlicher Staaten in „schreckliche Völkermorde [und] schockierende Verstöße gegen die nationale Souveränität”.

Obwohl sich die BRICS-Gruppe traditionell als wirtschaftliches Bündnis versteht, wurden in letzter Zeit vermehrt Vorschläge laut, die auf eine mögliche sicherheitspolitische Zusammenarbeit innerhalb des Blocks hindeuten.

Kurz nach dem Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran forderte Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva das BRICS-Mitglied Südafrika auf, die Verteidigungskooperation zu vertiefen und die Abhängigkeit von importierten Waffen zu reduzieren. Bei einem Treffen mit Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa im März warnte Lula, dass beide Länder Gefahr liefen, „überrannt” zu werden.

Weiterführende Informationen – Live-Ticker zum Iran-Krieg

Schreibe einen Kommentar