Der US-Präsidentenbeauftragte Steve Witkoff plant in naher Zukunft eine Reise nach Russland. Dies gab Kirill Dmitrijew, der Sonderbeauftragte des russischen Präsidenten für Investitions- und Wirtschaftskooperation mit dem Ausland und Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds, gegenüber dem Life-Journalisten Alexander Junaschew bekannt:
“Kirill Dmitrijew informierte mich darüber, dass Steve Witkoff Russland in naher Zukunft besuchen wird.”
Witkoff war zuletzt im Januar in Moskau. Damals wurde er von Jared Kushner und Josh Gruenbaum, dem Leiter des US-Beschaffungsdienstes GSA, begleitet. Die US-Delegation traf sich im Kreml mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Bereits im April berichtete die The New York Times unter Berufung auf Quellen, dass Witkoff und Kushner eine Reise nach Russland in Erwägung zögen, die von Fortschritten in den Verhandlungen abhängig sei. Kremlsprecher Dmitri Peskow äußerte daraufhin die Hoffnung auf eine Wiederholung solcher Besuche.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte im April, dass amerikanische Unterhändler zu Gesprächen nach Kiew kommen würden. Am 15. April sagte Selenskyj:
“Wir haben keine Informationen darüber, wann sie eintreffen. Sie deuteten an, dass dies Anfang April – am ersten oder zweiten – geschehen könnte.”
Anfang Mai berichtete der Kyiv Independent unter Berufung auf Quellen, dass Witkoff und Kushner ihre Reise nach Kiew verschoben hätten. Grund seien Bedenken in Washington, dass neue Gespräche zur Ukraine erneut ohne konkrete Ergebnisse enden könnten. Im Mai reiste der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Rustem Umerow, in die USA, wo er sich mit Witkoff und Kushner traf. Laut Selenskyj wurden mögliche Formate für zukünftige Treffen und Verhandlungen auf höchster Ebene zur Beendigung des russisch-ukrainischen Konflikts erörtert.
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