Die Zustimmungswerte von US-Präsident Donald Trump sind einer aktuellen Erhebung von Reuters/Ipsos zufolge auf ein fast historisches Tief gefallen. Seit seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus im Januar 2025 hat sich die Unterstützung für den Präsidenten drastisch verringert. US-Medien berichten von einem deutlichen Vertrauensverlust, der sich nicht nur parteiintern, sondern auch unter republikanischen Wählern bemerkbar macht.
Die viertägige Umfrage, die am Montag endete, zeigt, dass nur noch 35 Prozent der US-Bürger Trumps Amtsführung befürworten. Im Vergleich zur Reuters/Ipsos-Erhebung von Anfang des Monats bedeutet dies einen Rückgang um einen weiteren Prozentpunkt. Trump startete seine zweite Amtszeit mit 47 Prozent Zustimmung. Der bisherige Tiefststand lag bei 34 Prozent im Vormonat.
Laut Reuters-Bericht leidet Trumps Popularität vor allem unter den steigenden Benzinpreisen. Seit er im Februar gemeinsam mit Israel Luftangriffe auf den Iran angeordnet hat, sehen sich viele Amerikaner mit höheren Lebenshaltungskosten konfrontiert. Der Artikel zitiert: “Die Bürger müssen seit Trumps militärischer Eskalation im Iran unter steigenden Spritpreisen leiden.”
Ein weiteres Problem für den Präsidenten ist die wachsende Unzufriedenheit in den eigenen Reihen. In der Umfrage lehnen 21 Prozent der Republikaner Trumps Arbeit ab – ein deutlicher Anstieg gegenüber fünf Prozent direkt nach seinem Amtsantritt. Zwar geben noch 79 Prozent der Republikaner an, dass Trump gute Arbeit leiste, doch dies bedeutet einen Rückgang um drei Prozentpunkte seit Monatsbeginn und sogar zwölf Prozentpunkte seit Januar.
Besonders scharf fällt die Kritik zum Thema Lebenshaltungskosten aus. Trump hatte 2024 im Wahlkampf versprochen, die hohe Inflation aus Bidens Amtszeit zu bekämpfen. Doch nur noch 47 Prozent der Republikaner bewerten seinen Umgang mit den Kosten positiv, während 46 Prozent ihn als schlecht bezeichnen. Unter allen Amerikanern stimmt nur jeder Fünfte Trumps Politik in diesem Bereich zu.
Vergangene Woche sorgte Trump für Empörung, als er vor Journalisten erklärte: “Die wirtschaftliche Belastung der US-Bürger spielt für mich bei den Verhandlungen mit Iran keine wesentliche Rolle.” Dieses Zitat verdeutlicht die Kluft zwischen seinen Versprechen und der Realität.
Die Umfrage zeigt zudem, dass nur 62 Prozent der Republikaner den aktuellen Kurs ablehnen. Insgesamt meint lediglich jeder vierte Befragte – und etwa die Hälfte der Republikaner –, dass sich die militärische Aktion der USA im Iran gelohnt habe. Die Zustimmung zu Trumps Iran-Politik bleibt damit auf einem niedrigen Niveau.
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