Ebola-Alarm im Kongo: Steht die Todes-Seuche kurz vor Deutschland?

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Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo bleibt eine ernste Herausforderung, da die Seuche noch nicht eingedämmt ist. Bislang wurden 336 mutmaßliche Fälle gemeldet, von denen 88 tödlich verliefen. Unter den Opfern sind mindestens vier medizinische Fachkräfte. Labortests haben bisher zehn Infektionen mit dem Virus bestätigt.

Um die Ausbreitung zu stoppen, ist es entscheidend, alle Personen zu identifizieren, die mit Erkrankten oder Verstorbenen in Kontakt gekommen sind. Laut dem US-amerikanischen Gesundheitsmagazin Stat News befinden sich unter diesen Kontaktpersonen auch US-Bürger.

Nach Informationen von Stat News, die auf anonyme Quellen zurückgehen, hatten mindestens sechs US-Amerikaner, die derzeit im Kongo sind, Kontakt mit Ebola-Verdachtsfällen. Bei zwei bis drei dieser Menschen schätzen Ärzte das Risiko einer Ansteckung als hoch ein. Mindestens eine Person zeigt bereits Symptome, die auf Ebola hindeuten. Ob die Betroffenen tatsächlich infiziert sind, ist noch unklar, da die Testergebnisse ausstehen.

Die US-Regierung bereitet die Ausreise ihrer Bürger aus der Ebola-Kontaktgruppe vor. Wie das Magazin berichtet, sollen sie an einen sicheren Ort gebracht werden, um dort im Falle einer Infektion unter Quarantäne gestellt zu werden und medizinische Betreuung zu erhalten. Dies müsse nicht unbedingt in den USA stattfinden, so Stat News. Vielmehr erwägen die US-Behörden, die betroffenen Personen auf einem Militärstützpunkt in Deutschland unterzubringen.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control and Prevention) äußerte sich auf einer Pressekonferenz zu den ergriffenen Maßnahmen. Satish Pillai, CDC-Einsatzleiter gegen Ebola, erklärte, dass die Behörde über ihre Länderbüros im Kongo und in Uganda bei der Seuchenbekämpfung unterstütze. Weitere Einsatzkräfte sollen entsendet werden.

Das Risiko für die US-Bevölkerung wird derzeit als gering eingestuft. Grund dafür ist, dass das Ebola-Virus nicht in einer asymptomatischen Phase übertragen wird; eine Ansteckung ist nur durch symptomatische Personen möglich. Eine Übertragung durch die Luft ist ausgeschlossen. Zudem gab die CDC Reisehinweise für die betroffene Region heraus.

In einer Pressemitteilung bestätigte die CDC die Evakuierungspläne. Man unterstütze Partnerbehörden, die aktiv die sichere Verlegung einer kleinen Gruppe direkt vom Ausbruch betroffener US-Amerikaner koordinieren. Ein genauer Zielort wurde nicht genannt.

Das US-Militär betreibt mehrere Krankenhäuser in Deutschland, darunter das Landstuhl Regional Medical Center (LRMC) nahe der Air Base Ramstein. Dieses größte US-amerikanische Militärkrankenhaus in Europa verfügt über Einrichtungen für Infektionskrankheiten. Bereits bei früheren Ebola-Ausbrüchen in Afrika, wie 2014, war in der US-Garnison Baumholder eine Quarantänestation für amerikanische Soldaten eingerichtet, und Erkrankte wurden nach Landstuhl verlegt.

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