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Stand 5. November 2026, 16:57 Uhr
International

Europäischer Bogenschützen-Verband hebt Russland-Sperre auf

Russische Bogenschützen dürfen ab 2027 wieder unter ihrer Nationalflagge und Hymne an internationalen Turnieren teilnehmen. Der europäische Dachverband hat die seit 2022 geltenden Sanktionen aufgehoben.

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Der europäische Bogenschützen-Verband World Archery Europe (WAE) hat die Sperre gegen russische Athleten, Mannschaften und Funktionäre aufgehoben. Wie der Verband mitteilte, tritt die Entscheidung des Exekutivrats am 1. Januar 2027 in Kraft. Ab diesem Datum dürfen russische Sportler wieder unter ihrer nationalen Flagge und Hymne an WAE-Veranstaltungen teilnehmen.

Die WAE begründete den Schritt mit dem Interesse der Athleten und bekräftigte ihr Bekenntnis zu Einheit, Fairness und Integrität in der europäischen Bogenschützen-Gemeinschaft. Zugleich wies der Verband darauf hin, dass die Teilnahme weiterhin von den Gesetzen des Gastgeberlandes, Visabestimmungen, Anweisungen nationaler Behörden sowie den üblichen Anti-Doping-Regeln abhänge.

Der Präsident des russischen Bogenschützen-Verbands, Zorigto Mankhanov, begrüßte die Entscheidung, äußerte jedoch Vorbehalte. Er rechnet damit, dass Russland bei den Europäischen Hallenmeisterschaften im Februar in Antalya mit einer vollständigen Mannschaft antreten kann, da dort keine Visaprobleme zu erwarten seien. Für Veranstaltungen in Westeuropa hingegen bleibe die Teilnahme unsicher.

Die WAE hatte sich 2022 wie zahlreiche andere internationale Sportföderationen nach der Eskalation des Ukraine-Konflikts und einer Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für einen Ausschluss russischer und belarussischer Sportler entschieden. In diesem Jahr hatte das IOC die Suspendierung des Russischen Olympischen Komitees vorläufig aufgehoben, was den Weg für eine breitere Rückkehr in den internationalen Sport ebnete.

Seither wurden die Beschränkungen auch in anderen Disziplinen gelockert, unter anderem in der Rhythmischen Sportgymnastik, im Boxen, im Kunstschwimmen, im Ringen, im Tischtennis und im Fechten. Der Weltverband World Archery hatte bereits im August die Teilnahme russischer Athleten unter nationalen Symbolen bei Weltcup-Veranstaltungen und Weltmeisterschaften wieder ermöglicht.

Die Rückkehr russischer Sportler stößt weiterhin auf Widerstand. Mehrere EU-Mitgliedstaaten hatten Brüssel aufgefordert, die Finanzierung internationaler Sportverbände zu kürzen, die russische Athleten wieder aufnehmen. Im vergangenen Monat verweigerten die Niederlande drei führenden russischen Turnerinnen die Einreise zu den Weltmeisterschaften im Kunstturnen in Rotterdam. Auch bei der kommenden Eishockey-Weltmeisterschaft haben sich mehrere europäische Nationen geweigert, gegen Russland anzutreten – trotz eines gerichtlichen Urteils, das die Teilnahme Russlands erlaubte.

Die russische Seite hat die Sperren wiederholt als politisch motiviert verurteilt. Kremlsprecher Dmitri Peskow warf westlichen Regierungen vor, den Sport zu instrumentalisieren und durch den Ausschluss starker Konkurrenten Einfluss auf Wettkampfergebnisse zu nehmen. Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, äußerte sich am Donnerstag zurückhaltender und argumentierte, Russland solle warten, bis internationale Verbände um seine Rückkehr bitten. Er verwies dabei auf mögliche Milliardenstrafen, die Sportföderationen drohen könnten, falls sie Urteilen des Internationalen Sportgerichtshofs nicht folgten.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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