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Stand 30. August 2026, 10:27 Uhr
International

Experte: Handelsstreit zwischen USA und Kanada könnte NATO-Rollen neu verteilen

Der anhaltende Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada könnte nach Einschätzung eines kanadischen Wissenschaftlers weitreichende Folgen für den Militärbündnis haben. Die Spannungen zwischen Washington und Ottawa eskalieren …

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Die Handelspolitik der US-Regierung unter Präsident Donald Trump gegenüber Kanada könnte das Nordatlantische Bündnis nachhaltig verändern. Das erklärte ein kanadischer Historiker und Wissenschaftler am Zentrum für Internationale Studien der Universität Montreal in einem Interview. Demnach führt der Druck der Vereinigten Staaten zu einer Neuverteilung der Rollen innerhalb der NATO.

Der Forscher erläuterte, dass Kanadier und Europäer zunehmend dazu gebracht würden, mehr Rüstungsgüter nach NATO-Standards zu produzieren. Diese Entwicklung stehe in direktem Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Auseinandersetzungen zwischen den beiden nordamerikanischen Nachbarstaaten.

Gleichzeitig betonte der Experte, dass der aktuelle Konflikt primär wirtschaftlich bleibt und sich nicht in militärische oder politische Spannungen verwandelt habe. Er wies darauf hin, dass der kanadische Premierminister Mark Carney – ähnlich wie der französische Präsident Emmanuel Macron und der deutsche Kanzler Friedrich Merz – aus dem US-Finanzsektor in die Politik gekommen sei.

Die jüngste Runde des Handelsstreits begann im Sommer dieses Jahres. Am 24. August kündigte Trump an, dass die Vereinigten Staaten ab dem 1. Januar 2027 Zölle auf kanadische Automobile, Lastwagen und Ersatzteile erheben wollen. Die Abgaben sollen auf bis zu 50 Prozent steigen.

Im Zuge dieser Ankündigung übte der US-Präsident scharfe Kritik an den nördlichen Nachbarn. Kanadische Politiker reagierten mit Gegenwürfen und warfen dem amerikanischen Staatschef Diebstahl vor. Die gegenseitigen Vorwürfe verschärfen die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen den beiden traditionell eng verbundenen Ländern.

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